Wer es noch genauer wissen möchte, geht an das Ende
dieser Seite
Vorteile und Nachteile gegenüber der Filmschicht
Vorteile:
Nachteile:
Berechnung der Winkelauflösung
Da uns die Leser schon öfter nach der
Berechnungsmöglichkeit der Winkelauflösung gefragt haben, haben wir dies jetzt in unserer
Seite aufgenommen.
Die aufgezeichneten Werte wurden mit folgender Formel errechnet : Winkelauflösung pro
Pixel = Pixelgröße / Brennweite * 206.
Werte über 9 Bogensekunden wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen.

Verdeutlichung einiger spezieller
CCD-Begriffe
Pixel:
Der CCD-Chip besteht aus einzelnen Pixeln, welche sich einzeln über die Elektronik
auslesen lassen. Wobei gilt, je kleiner ein Pixel ist desto schärfer und detaillierter
wird das Bild. Ein CCD-Chip hat z.B. 192 x 165 oder bis zu 2048 x 2048 Pixel, wobei
die Größe eines Pixels liegt zwischen 4,8-27 µm (Mikrometer) Seitenlänge. (siehe Unterkapitel "Ein paar CCD-Kameras")
Dunkelstrom:
In jedem Pixel entstehen ein unerwünschtes Elektron durch Temperatureffekte (auch bekannt
als thermisches Rauschen) im Halbleiter. Diese unerwünscht gespeicherten Elektronen
bezeichnet man als Dunkelstrom, welcher verhindert, dass mit dem CCD-Chip unendlich lange
belichtet werden kann, d.h. bei einem Extremfall würde ein Pixel allein durch diese
thermischen Elektronen gesättigt. Daraus folgt, je kleiner der Dunkelstrom einer
CCD-Kamera ist, um so größer ist die Belichtungszeit. Um diesem Effekt entgegenzuwirken,
wird eine CCD-Kamera thermoelektrisch gekühlt und zwar meist Mithilfe eines so
genannten
Peltier-Elements. Dabei werden Temperaturen von bis zu -45°C erreicht.
Spektrale Empfindlichkeit:
CCD-Chips sind im Infrarotbereich sehr empfindlich. Was man vom ultravioletten Bereich
nicht behaupten kann, dort ist der Chips sehr schwach bzw. gar nicht empfindlich. Daher
ist das Fotografieren im blauen Spektralbereich sehr problematisch (Diesem Problem ist die
Firma Sony auf der Spur, mit Ihren CCD-Chips, welche eine sehr hohe Blauempfindlichkeit
besitzen.)
Blooming-Effekt:
Diese Effekt tritt bei Aufnahmen von hellen Objekten auf. Es ist eine Art Lichtspur
ähnlich dem Beugungseffekt beim Newton. Es entsteht durch Übersättigung eines Pixels,
der einfach überläuft, wobei die überschüssigen Elektronen einfach in den nächsten
Pixel in ihrer Reihe wandern.
Binning:
Beim Binning werden mehrere Pixel elektronisch zu einem größeren Pixel
zusammengefasst.
Dadurch erhöht man die Lichtempfindlichkeit. Diese Methode eignet sich hervorragend bei
Aufnahmen von lichtschwachen Objekten.
Nachführen mit einer CCD-Kamera
Das Nachführen eines Teleskops war ein sehr wichtiger Schritt in der Astronomie, den
endlich war es möglich, langzeit Aufnahmen zu machen ohne ständig mit dem Kopf über dem
Nachführokular zu hängen. Eine meiner ersten Autoguider CCD-Kamera war eine Pictor
208XT. Die Pictor 208XT besitzt 336 x 242 Pixel, was einer Gesamtzahl von 81321 Pixeln
entspricht. Der CCD-Chip selbst hat eine Größe von 3.36mm x 2.42mm, was bei einer
Brennweite von 10" (Zoll)=2500mm einem sichtbaren Feld von 4,62' x 3,32' Bogenminuten
entspricht.
Eine Besonderheit auf dem low cost Sektor ist die ST-4 CCD-Kamera, da sie unabhängig von
einem Computer eingesetzt werden kann. Die meisten; anderen Kameras auf dem Markt nutzen
einen Computer als Steuereinheit.
Es gibt auch Modelle die zweiten CCD-Chip eingebaut
haben, mit diesen Kameras ist es möglich, mit einem Chip ein Bild aufzunehmen, während
der andere nachführt. Es ist also nicht mehr nötig eine zweite CCD-Kamera an ein
Leitrohr oder an einen Off-Axis Guider zu installieren.
Unten ist die Steuereinheit einer CCD-Kamera (SBIG ST-4) zusehen. Die ST-4 kann als eine
der wenigen Kameras auf dem Markt ohne Computer betrieben werden. Weitere Autoguider sind
die Meade 218 und SBIG STV.

©SBIG
Ein paar CCD-Kameras
Die Preise unter Vorbehalt, da die meisten Leute gar nicht wissen was so eine Kamera den
kostet.
| Typ | Hersteller | Chip | Chipgröße | Auflösung | Pixelgröße | Preis 01/02 | Preis 01/00 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ST-4 | SBIG | TC-211 | 2,5 x 2,5 mm | 192 x 165 Pixel | 13,75 x 16 µm | -------- | 1850.- DM |
| Pictor208XT | Meade | TC-255 | 3,3 x 2,4 mm | 336 x 242 Pixel | 10 x 10 µm | 1150.41 | 1695.- DM |
| ST-5 | SBIG | TC-255 | 3,2 x 2,4 mm | 320 x 240 Pixel | 10 x 10 µm | 1528.76 | ????.- DM |
| Pictor216XT | Meade | TC-255 | 3,3 x 2,4 mm | 336 x 242 Pixel | 10 x 10 µm | 1477.63 | 2495.- DM |
| ST-6 | SBIG | TC-241 | 8,6 x 6,5 mm | 375 x 242 Pixel | 23 x 27 µm | 4397.11 | 6445.- DM |
| MX 5 | Starlight | ICX055BK | 4,9 x 3,6 mm | 500 x 290 Pixel | 4,9 x 3,6 µm | 1226.08 | -------- |
| ST-9E | SBIG | KAF-261E | 10,2 x 10,2 mm | 512 x 512 Pixel | 20 x 20 µm | 6030.69 | -------- |
| HX 516 | Starlight | ICX084AL | 4,9 x 3,6 mm | 660 x 494 Pixel | 7,4 x 7,4 µm | 2044.14 | -------- |
| MX 7 Color | Starlight | ICX249AK | 6,47 x 4,83 | 752 x 582 Pixel | 8,6 x 8,3 µm | 2197.53 | -------- |
| Pictor416XT | Meade | KAF-0400 | 6,9 x 4,6 mm | 768 x 512 Pixel | 9 x 9 µm | 4087.78 | 5495.- DM |
| ST-7 | SBIG | KAF-0400 | 6,9 x 4,6 mm | 765 x 510 Pixel | 9 x 9 µm | 4064.77 | 6720.- DM |
| ST-1001E | SBIG | KAF-1001E | 24.5 x 24.5 mm | 1024 x 1024 Pixel | 24 x 24 µm | 9701.76 | -------- |
| MX 916 | Starlight | ICX085AL | 8,7 x 6,7 mm | 1300 x 1030 Pixel | 23,2 x 22,4 µm | 2913.34 | -------- |
| Pictor1616XTE | Meade | KAF-1600 | 13,8 x 9,2 mm | 1536 x 1024 Pixel | 9 x 9 µm | 11493.84 | 16900.- DM |
| ST-8 | SBIG | KAF-1600 | 13,8 x 9,2 mm | 1530 x 1020 Pixel | 9 x 9 µm | 9113.78 | 14890.- DM |
| ST-10E | SBIG | KAF-3200E | 14,9 x 10 mm | 2184 x 1472 Pixel | 6,8 x 6,8 µm | 11683.02 | -------- |
Bildbearbeitungssoftware
Adobe Photoshop
Ist im Gegensatz zu Astroart ist Photoshop ein reines Bildbearbeitungsprogramm, d.h. es
ist keine Steuerung oder ein direktes auslesen des Bildes aus der Kamera möglich.
Dafür kann man das Bild sehr einfach und schnell bearbeiten.
Astroart
Noch in der Testphase.
Ein Silizium-Fotoelement besteht aus einem p-leitenden
Si-Einkristall, in das eine dünne n-leitende Zone eindotiert wurde. Zwischen p-Zone und
n-Zone bildet sich durch Ladungstägerdiffusion eine Raumladungszone. In dieser Zone
herrscht ein elektrisches Feld. Da die n-Zone sehr dünn ist, wird sie fast ganz von der
Raumladungszone durchsetzt. Die n-Zone ist mit einer lichtdurchlässigen Schutzschicht
abgedeckt. Das Licht fällt auf die n-Zone und bewirkt in ihr ein Freisetzen von
Elektronen. Man kann sich vorstellen, dass die Photonen des Lichtes Kristallbindungen
zerschlagen. Die aus ihren Bindungen befreiten Elektronen werden vom elektrischen Feld
beschleunigt. Sie erfahren als negative Ladungsträger eine Kraftwirkung entgegengesetzt
zur Feldlinienrichtung, d.h. sie wandern in den sperrschichtfreien Bereich der n-Zone.
Dort herrscht Elektronenüberschuß. (Der sperrschichtfreie Bereich der n-Zone ist der
negative Pol des Fotoelementes). Die bei der Freisetzung von Elektronen entstandenen
Löchern wandern in Feldlinienrichtung in den sperrschichtfreien Teil der p-Zone.
Dort
herrscht Elektronenmangel. (Der sperrschichtfreie Bereich der p-Zone ist der positive Pol
des Fotoelementes).