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- Fackeln:
- Helle, vorübergehende Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche,
die normalerweise mit Sonnenflecken in Verbindung stehen. Erscheinen häufig dort, wo
Gruppen von Sonnenflecken gerade im Begriff sind zu entstehen. Sie verschwinden oft erst
einige Zeit später als diese Gruppen.
- Farben-Helligkeits-Diagramm:
- (Abk. FHD) dem Hertzsprung-Russell-Diagramm
gleichwertige graphische Darstellung, in der für eine Gruppe von Sternen (z.B. zur
Untersuchung von Sternhaufen) die scheinbare Helligkeit der Sterne gegen den Farbindex aufgetragen wird.
- Farbindex:
- Maß für die Farbe eines Sterns und damit für seine
Oberflächentemperatur. Die visuelle Magnitudo eines Sterns ist ein Maß für seine
scheinbare Helligkeit, wie sie mit bloßem Auge wahrgenommen wird. Die photographische
Magnitudo er hält man aus der scheinbaren Größe des auf einer Photoplatte abgebildeten
Bildes eines Sterns. Beide Helligkeiten sind in der Regel nicht gleich groß, da auf den
alten Standardplatten rote Sterne schwacher erscheinen als mit bloßem Auge betrachtet.
Die Differenz zwischen visueller und photographischer Magnitudo ist der Farbindex. Dessen
Skala ist so aufgebaut, daß für einen weißen Stern, wie z.B. Sirius, der Farbindex = 0
ist. Ein blauer Stern hat negativen, ein gelber oder roter Stern positiven Farbindex.
- Finsternis:
- Bedeckung eines Gestirns durch ein anderes. Bei einer
Mondfinsternis (nur bei Vollmond) durchwandert der Mond den Erdschatten; bei einer (- je
nach Bedeckungsgrad - partiellen, ringförmigen oder totalen) Sonnenfinsternis (nur bei
Neumond) wirft er seinen Schatten auf die Erde.
- Flares, solare (Sonnenflackern):
- Helle Ausbrüche in den oberen Schichten der Sonnenatmosphàre,
meist in Verbindung mit aktiven Sonnenfleckengruppen stehend. Die Flares senden elektrisch
geladene Teilchen aus, die Später die Erde erreichen können und hier magnetische Sturme
und Polarlichter auslösen. Sie sind auch mit starken Eruptionen solarer Radiostrahlung
(Radioausbrüche) verknüpft. Möglicherweise stellen die bei Ausbrüchen
herausgeschleuderten Partikel eine Gefahr für Astronauten im Weltraum oder auf der
ungeschützten Oberflache des Mondes dar.
- Flare-Sterne (Flackersterne):
- Lichtschwache rote Zwergsterne, die über eine kurze Zeit (einige
Minuten) einen Helligkeitsanstieg bis zu mehreren Größenklassen erfahren und innerhalb
ca. einer Stunde wieder auf ihre alte Helligkeit zurückfallen. Dieses Verhalten scheint
auf sehr intensive Flare Tätigkeit in der stellaren Atmosphäre zurückzuführen zu sein.
Obwohl die betreffenden Energiemengen viel größer als bei solaren Flares sind, ist
bisher noch nicht bekannt, ob die gesamte Sternenatmosphäre betroffen ist oder nur eine
begrenzte Fläche wie bei der Sonne. Typische Flare-Sterne sind UV Ceti und AD Leonis.
- Flash-Spektrum:
- Kurz bevor der Mond bei einer totalen Sonnenfinsternis die Sonne
vollständig bedeckt, sieht man das Leuchten der oberen Sonnenatmosphäre selbst ohne den
hellen Hintergrund der Photosphäre. Die sonst dunklen Linien im Spektrum werden dann hell
und erzeugen nur ganz kurzzeitig das sogenannte Flash Spektrum. Derselbe Effekt ist kurz
nach Ende der Totalität zu beobachten.
- Flocculi:
- Flockige Struktur auf der Sonnenoberflache, wie sie von
Instrumenten, die auf der Grundlage des Spektroskops beruhen, beobachtet werden. Helle
Flocculi bestehen aus Kalzium, dunkle aus Wasserstoff.
- Fluchtgeschwindigkeit:
- Entweichgeschwindigkeit, d.h. Anfängliche Mindestgeschwindigkeit,
die ein Objekt erreichen muß, um der Anziehungskraft eines Planeten oder anderen Körpers
entweichen zu können. Die Fluchtgeschwindigkeit an der Oberfläche beträgt für die Erde
11,2km/s oder ca. 40200km/h, für den Mond 2,4km/s und für Jupiter 60km/s.
- Fourier-Analyse:
- Der französiche Mathematiker Jean Baptiste Fourier (1768-1830)
zeigte, das Kurven unter bestimmten Voraussetzungen als Überlagerung sinusförmiger
Schwingungen unterschiedlicher Frequenzen und Amplituden betrachtet werden können. Das
Ergebnis der Fourier-Analyse ist ein "Wellenspektrum", welches angibt, wie stark
Schwingungen bestimmter Frequenzen zur analysierten Kurven beitragen.
- Fragmentation:
- Bei der Entstehung z.B. von Sternen der Zerfall einer sich
verdichteten Gaswolke in verschiedene Teile, aus denen später einzelne Sterne
hervorgehen.
- Fraunhofer-Linien:
- Die dunklen Absorptionslinien im Sonnenspektrum, benannt nach dem
deutschen Optiker Joseph von Fraunhofer, der sie 1814 entdeckte und untersuchte (siehe Absorptionsspektrum).
- Freier Fall:
- Normale Bewegung eines Objektes im Raum unter Einfluß der
Gravitationsanziehung eines zentralen Körpers. So befindet sich die Erde im Zustand des
freien Falls um die Sonne, wahrend ein künstlicher Satellit außerhalb der Erdatmosphäre
sich im freien Fall um die Erde herum befindet. Ohne Schubbetrieb ist eine Mondsonde
zwischen Erde und Mond im freien Fall, genauso wie eine Sonde auf einer Übergangsbahn von
Erde zu Mars. Ein Astronaut hat scheinbar kein Gewicht, wenn sich sein Raumschiff im
freien Fall befindet; er befindet sich im Zustand der Schwerelosigkeit.
- Frühe Sterne:
- Irreführende Bezeichnung für die Spektralklassen W, O, B, A und
B. Diese Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der die Astronomen glaubten, dass sich die
Sterne entlang der Hauptreihe von heissen zu kühlen Sternen eintickeln würden. Obwohl
diese Vorstellung inzwischen widerlegt ist, wird diese Bezeichnung leider noch
beibehalten.
- Funkeln:
- Umgangssprachlicher Begriff für Szintillation.
- Frühlingspunkt:
- Der Punkt am Himmel, an dem die Sonne zu Frühlingsanfang steht.
Der Frühlingspunkt ist der eine Schnittpunkt von Himmelsäquartor und Ekliptik.