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Nachtwolken:
Leuchtende Seltene, eigenartige Wolken in der Ionosphäre, die am besten in der Nacht zu sehen sind, wenn sie noch von Lichtstrahlen der bereits untergegangenen Sonne erreicht werden. Sie liegen in Hohen oberhalb 80 Kilometern und unterscheiden sich deutlich von normalen Wolken. Möglicherweise werden Nachtwolken durch Meteoritenstaub in der oberen Atmosphäre hervorgerufen.
Nadir:
Fußpunkt, dem Zenit an der Himmelsphäre gegenüberliegender tiefster Punkt.
siehe Abbildung
Nebel:
Masse aus dünnem Gas im All, durchmischt mit Staubpartikeln. Befinden sich Sterne innerhalb oder in großer Nahe des Nebels, werden Gas und Staub sichtbar, entweder aufgrund einfacher Reflexion des Lichts oder weil die Strahlung der Sterne den Nebel zum Selbstleuchten anregt. Sind keine Sterne vorhanden, bleibt der Nebel dunkel und zeigt seine Existenz nur dadurch an, daß er das Licht dahinterstehender Sterne abschattet. Nebel werden als Regionen angesehen, in denen sich neue Sterne aus interstellarer Materie entwickeln.
Neutrino:
Elementarteilchen ohne Masse und ohne elektrische Ladung. Sie sind deshalb extrem schwer aufzufinden.
Neutron:
Elementarteilchen mit der gleichen Masse wie ein Proton, jedoch ohne elektrische Ladung. Neutronen existieren in allen Atomkernen, außer im Kern von Wasserstoff.
Neutronenstern:
Stern, der vornehmlich oder vollständig aus Neutronen besteht, so daß seine Leuchtkraft gering ist, seine Dichte (mehreren 100 Billarden kg/m3)aber unglaublich hoch. Theoretisch sollte ein Neutronenstern das Endstadium in der Entwicklung eines Sterns darstellen. Es wird heute davon ausgegangen, daß die außergewöhnlichen, als Pulsare bekannten Radioquellen tatsächlich Neutronensterne sind.
Newton-Reflektor:
Verbreitete Form eines astronomischen Reflektors. Einfallendes Licht wird von einem Spiegel (Hauptspiegel) gesammelt und auf einen kleineren, in einem Winkel von 45° plazierten Planspiegel gerichtet. Das Licht wird dann seitlich aus dem Teleskoptubus gelenkt, wo sich der Brennpunkt und das Okular befinden. Die meisten kleinen und viele große Teleskope sind Newton-Reflektoren.
Nova:
In einem Doppelsternsystem gelangt Wasserstoff von einer Sonne, auf einen weißen Zwerg. Der Wasserstoff sammelt sich auf dem sonst wasserstofflosen weißen Zwerg an, bis explosionsartig Wassersoffbrennen (Kernfusion) einsetzt. Dadurch wird die angesammelte Hülle in einer gewaltigen Explosion abgestoßen. Die Helligkeit des Sterns nimmt dabei um 7 bis 16 Größenklassen zu. Nach einem kurzen Maximum fällt die Helligkeit im Laufe einiger Jahre wieder auf den ursprünglichen Wert zurück.
Nutation:
Leichtes, langsames "Nicken" der Erdachse, verursacht durch die Tatsache, daß sich der Mond zeitweise oberhalb und zeitweise unterhalb der Ekliptik befindet und dadurch seine Anziehungskraft auf die Erde nicht immer in der gleichen Richtung wie die Sonne ausübt. Als Ergebnis "nickt" die Position der Himmelspole um etwa 9 Bogensekunden zu beiden Seiten ihrer mittleren Position hin und her. Dies geschieht in einem Zeitintervall von 18 Jahren und 220 Tagen. Die Nutation ist der regelmäßigeren, durch Präzession verursachten Verschiebung der Erdachse überlagert.