Eine kleine Unterguppe der irregulären eruptiven Veränderlichen
mit etwa drei Dutzend bekannten Mitgliedern. Es handelt sich um sehr junge Sterne der
Spektralklassen F bis M in der Kontraktionsphase zum Hauptreihenstern. Ihre
Charakteristiken sind neben einem regellosen Lichtwechsel kleiner Amplitude ganz spezielle
spektrale Eigenschaften, nämlich Emissionslinien, die auf eine ausgedehnte Gashülle
hinweisen. Man findet eine erhöhte Häufigkeit von Lithium, das in den meisten anderen
Sternen sehr selten ist. Die T Tauri-Sterne sind meist in diffusen Nebeln zu finden, in
denen die Sternentstehung stattfindet. Im Normalfall sind
T Tauri-Sterne masseärmer als die Sonne (0,2 bis um 1, maximal 2,5 Sonnenmassen). Viele T
Tauri-Sterne zeigen auch Flares, von denen man annimmt, dass
sie auf der selben Weise erzeugt werden wie bei den Flare-Sternen,
nämlich durch ein starkes Magnetfeld, das durch rasche Rotaion aufgebaut wird. Die
Hüllen von T Tauri-Sterne bestehen aus Gas und Staub; sie haben Radien von mehreren
Astronomischen Einheiten, Temperaturen um 700 K und eine hohe Leuchtkraft. Bei T
Tauri-Sterne z.B. beträgt die Leuchtkraft das zehnfache der Sonnenleuchtkraft.