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Wahre Sonnenzeit
Die wahre Sonnenzeit wird durch Beobachtung der wahren Sonne ermittelt. Ein wahrer Sonnentag ist die Zeitspanne, zwischen zwei unteren Kulminationen der wahren Sonne. Da die Erde die Sonne nicht mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf einer Ellipse umläuft, ist die Länge des wahren Sonnentags nicht konstant. Der Unterschied zu der mittleren Sonne (einer perfekten Kreisbahn entsprechend) wird als Zeitgleichung bezeichnet.
Wasserstoffbrennen:
Verschmelzung (Fusion) von vier Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern. Dieses kann auf zwei verschiedene Arten geschehen:
  1. Proton-Proton-Zyuklus: Hier verbinden sich vier Protonen zu einem Heliumkern, wobei Energie in Form von Neutrinos und Strahlung freigesetzt wird. Dieses ist der dominierende Energieerzeugungsprozess bei sonnenähnlichen Sternen.
  2. CNO-Zyklus: Hierbei vier Wasserstoffkerne mit Hilfe von Kohlenstoff als Katalysator, um ein Heliumkern zu bilden. Der Kohlenstoffkern kommt am Ende der Reaktion wieder "unverbraucht" heraus. Dieser Prozess findet in heißen, massereichen Sternen statt.
Weißer Zwerg:
Sehr kleiner, extrem dichter Stern. Die Atome darin sind aufgespalten und die einzelnen Bestandteile mit größtmöglicher Dichte gepackt, so daß die Dichte eines Weißen Zwerges das Millionenfache der Dichte von Wasser erreicht. Ein Löffel voll Materie des Weißen Zwerges wurde viele Tonnen wiegen. Offensichtlich hat ein Weißer Zwerg seinen nuklearen "Treibstoff" verbraucht und befindet sich im letzten Stadium seiner Entwicklung. Neutronensterne sind noch kleiner und dichter.
Wellenlänge:
Abstand zweier aufeinanderfolgender Wellenberge einer wellenförmigen Bewegung (z.B. Wasserwellen oder Licht).
Weltall
Das Weltall umfaßt den Raum und die darin enthaltenen Elementarteilchen (Strahlung, Materie). Das prinzipiell sichtbare Weltall hat einen Radius, der dem vom Licht seit dem Urknall zurückgelegten Weg entspricht. Größenordnungsmässig 15 Mill. Lichtjahre.Das Hubble-Weltraumteleskop sieht etwa 50 Mill. Galaxien. Jede hat über 100 Mill. Sonnen. Daraus ergibt sich, das mindestens 10 Trilliarden Sonnen das Weltall bevölkern.
Weltalter
Die Erde ist etwa 4.5 Mia. Jahre alt. Dieser Wert ist von der Größenordnung her (d.h. in einem Band von 4 - 5 Mia. Jahren) unbestritten. Es ist also kein Raum für eine Diskussion um eine wesentlich jüngere Erde (z.B. 6000 Jahre). Wenn man die von Hubble entdeckte dauernde Ausdehnung des Weltalls auf die Zeit, als das Weltall nur ein Punkt war, zurückrechnet, so erhält man das Alter des Weltraums. Nur kennt man die Geschwindigkeit mit der sich das Weltall ausdehnt nicht so genau, so daß man nur sagen kann, daß das Weltalter zwischen 10 und 20 Mia. Jahre betragen muß.
Weltzeit:
Ortszeit für Greenwich bei London (0° geographische Länge), als mittlere Sonnenzeit des Nullmeridians ist sie Bezugspunkt auch für astronomische Zeitsysteme. Wird als Standardzeit weltweit gebraucht, andere Bezeichnungen: Universal Time (UT), Greenwich Mean Time (GMT), Mittlere Greenwich Zeit (MGZ) oder Westeuropäische Zeit (WEZ).
Widmannstätten-Figuren:
Wenn man einen Eisenmeteoriten aufschneidet und die Schnittflächen poliert und dann mit Säure anätzt, erscheinen die charakteristischen Kristallstrukturen des Metalls, welche als Widmannstätten-Figuren bekannt sind. Sie sind ausschließlich in Meteoriten zu finden.
Winkeleinheiten:
In der Astronomie werden Winkel in der Regel in Grad (°), Bogenminuten (') und Bogensekunden ('') oder aber auch in Stunden (h), Minuten (m) und Sekunden (s) gemessen.
1° entspricht dem 360. Teil eines Kreises, 1' = 1/60° und 1" = 1/60' = 1/3600°.
Ein Winkel von 1h entspricht den 24. Teil eines Kreises oder 15°. 1m = 1/60h und 1s = 1/60m = 1/3600h.

Oder anschaulicher formuliert:
1° entspricht einer Strecke von 1cm aus 57cm Entfernung betrachtet. 1' entspricht der Strecke von 1mm gesehen aus 3.44m Entfernung, und 1'' entspricht der Strecke von 1mm gesehen aus 206m Entfernung.

Winkeldurchmesser:
gibt an, wie groß ein Himmelsobjekt von der aus erscheint. Mit diesem Wert kann man schon vor der Beobachtung abszuschätzen wieviele Oberflächendetils auf einem Planeten sichtbar sein könnten.
Der Winkeldurchmesser wird in der Regel in Bogensekunden angegeben.
Winkelgeschwindigkeit:
Quotient aus Änderung des Drehwinkels und der dafür erforderlichen Zeit.
Bei einer kreisförmigen Umlaufsbahn gilt:
w = v / r mit w = Winkelgeschwindigkeit
v = Bahngeschwindigkeit
r = Bahnradius
Wolf-Rayet-Sterne:
Außergewöhnlich heiße, grünlich-weiße Sterne mit hellen Emissions und den üblichen dunklen Absorptionslinien im Spektrum (siehe Absorptionsspektrum, Emissionsspektrum). Die Oberflächentemperatur erreicht bis zu 100 000°C Die Wolf-Rayet-Sterne scheinen von schnell expandierenden Gashüllen umschlossen zu sein. 1867 wurden sie zum ersten Mal von den Astronomen Charles Wolf und Georges Rayet bemerkt, nach denen sie benannt wurden. Zahlreiche Wolf-Rayet-Sterne sind spektroskopische Doppelsterne.