Hiermit soll nun ein kurzer Ein- bzw. Überblick über die verschiedenen
Abbildungsfehler und geeigneten Objektive für die Astronomie und
Astrophotographie gegeben werden.
Die Optik
Auflösungvermögen
Das Auflösungsvermögen einer Optik sagt aus, dass die Möglichkeit besteht, zwei Sterne
die nah beieinander stehen noch getrennt werden können. Bei einer fehlerfreien Optik
sieht man den Stern als kleine Scheibe (siehe Bild unten). Die Ringe entstehen durch die
kreisförmige Begrenzung des Objektivs, beim SC (durch die Fassung des
Sekundärspiegels in der Schmidtplatte) macht sich eine Kontrast- und
Auflösungsvermögenseinbusse der Optik bemerkbar. Durch diesen Sekundärspiegel kann
nicht mehr die ganze Lichtmenge in das zentrale Beugungsscheibchen gelangen, d. h. der
Stern erscheint im Teleskop nicht mehr als Punkt sondern als Scheibchen
(Beugungsscheibchen)

Bei Systemen wie dem Refraktor entfallen dieser Effekt, da sich kein Fangspiegelhalterung
im Strahlengang befinden. Das Auflösungsvermögen spielt eine wichtige Rolle, wenn es
darum geht eng beieinander stehende Sterne zu trennen oder feine Details auf Planeten zu
beobachten.
Abbildungsfehler
Linsenfehler
Durch die Kombination von verschiedenen Linsen in einem Objektiv wird zwar versucht, die
Fehler so gering wie möglich zu halten, was aber nicht immer gelingt. Typische Fehler
für schlechte Objektive sind: sphärische (Öffnungsfehler) und chromatische (Farbfehler)
Aberration, Koma, Bildfeldwölbung, Astigmatismus und Verzeichnung.
Sphärische Aberration (Kugelgestaltfehler)
Trifft ein paralleles Strahlenbündel auf eine Linse, so werden die Strahlen die am Rand
durch die Linse treten, etwas vor bzw. nach dem eigentlichen Brennpunkt vereinigt. Die
Bildpunkte sind dadurch am Rand unscharf abgebildet. Die einzige Möglichkeit dies zu
verhindern, ist das Objektiv abzublenden. Die Hersteller versuchen den
Kugelgestaltfehler teilweise zu beheben, indem sie zwei Linsen mit geeigneter Brechkraft
kombinieren. Speziell in der Photographie, ist der günstigste Punkt experimentell zu
ermitteln.

Chromatische Aberration
Entsteht durch die verschiedenen Wellenlängen des Lichtes welche unterschiedlich an der
Linse gebrochen werden. Die Hersteller wirken dem entgegen, indem sie unterschiedliche
Glassorten kombinieren (Flintglas, Kronglas etc.). Typische Fehler sind
Farblängsabweichung und Farbquerabweichung. Kleiner TIPP: Bei bläulichen Lichthöfen um
die Sterne herum, benutzt man einen leichten Gelbfilter und belichtet einfach ein bisschen
länger, nun die Höfe eliminiert sein

Farblängsfehler

Farbquerfehler
Bildfeldkrümmung
Dieser Fehler macht sich bemerkbar, dass Sterne in der Gesichtsfeldmitte scharf,
aber immer unschärfer werden, je weiter man sich von der Mitte entfernt (Tritt
häufig bei der Verwendung von Weitwinkelokularen auf). Kann nur durch
Verkleinerung des Gesichtsfeldes behoben werden..
Astigmatismus
Sterne werden nicht rund sondern elliptisch abgebildet. Dieser Fehler entsteht durch die schräg (außeraxial) einfallenden Lichtstrahlen, welche auf dem Bildrand als Punkt erscheinen sollten, werden zu kleinen Strichen (rote Linien im Bild). Der Fehler kann nachträglich nur durch Abblenden der Optik behoben werden.

Verzeichnung
Bei einem verzeichnungsfreien Objektiv muss jedes außeraxial einfallende Bildwinkel
gleich sein. Bei einer verzeichnungsbehafteten Objektiv stimmen die Abstände in Bildmitte
nicht mit denen am Bildrand überein, d.h. der Bildort verschiebt sich. Ein Gegenstand
wird als Bild der Größe G1 abgebildet. Ein doppelt so großer Gegenstand muss ein
doppelt so großes Bild G2 zeigen. Ist G2 <2xG1 wird tonnenförmig bzw. G2 >2xG1
wird kissenförmig verzeichnet.

Koma
Die Koma (Asymmetriefehler) kommt zustande, weil sich bei einem schrägen Eintritt des
Strahlenbündels die sphärische Aberration aufgrund der Asymmetrie stärker auswirkt. Ein
Lichtpunkt in der Bildecke wird bei einem unkorregierten Objektiv oval mit unscharf
verlaufender Seite (kometenartig) wiedergegeben. Bei der Korrektur spielt die Lage der
Blende eine wesentliche Rolle, eine vollständige Korrektur ist bei einem völlig
symmetrischen Objektivaufbau mit mittiger Blende möglich. Abblenden verringert den
Fehler. Anmerkung: Im Bild ist die Blende zwecks der Sichtbarkeit total übertrieben.

Brennweitenveränderung
Fokalphotographie
Wenn durch den Primär-Fokus d.h. keine zwischenvergrößerndes Okular direkt
photographiert wird. Brennpunkt = Filmebene. Eignet sich für Aufnahmen von
Sternenfeldern oder Deepsky-Objekten. Für die Planetenphotographie ist jedoch die
Vergrößerung zu klein, d.h. man hat nur einen farbiges Scheibchen ohne Details auf dem
Film.
Okularprojektion
Zwischen Teleskop und Kamera wird ein Okular eingesetzt, welches die Brennweite um den
Faktor x verlängert. Dadurch wird das Öffnungsverhältnis stark verändert, d.h. die
Belichtungszeit muss verlängert werden. Eignet sich nur für Aufnahmen von Planeten, da
diese hell genug sind.
V = d / f
Wobei V=Vergrößerung, d für den Abstand des Films vom Okular und f für die Brennweite
des Okulars stehen.
Verlängerung der Brennweite durch eine Barlowlinse
Die Barlow-Linse besteht meist aus einer zweiteiligen achromatische Zerstreuungslinse,
welche kurz vor den Brennpunkt des Objektives eingesetzt wird, um die Brennweite des
Teleskops zu verlängern. Damit wird die erreichbare Vergrößerung um den Faktor 1,5x
bis 3,5x (je nach Barlowlinse) gesteigert. Nachteilig ist, das sich zwangsläufig das
Öffnungsverhältnis des gesamten optischen Systems verändert. Die so erzielte
Vergrößerung geht also zu Lasten der Bildhelligkeit, dadurch ist der Einsatz auf
lichtstarke Objekte (Planeten etc.) begrenzt.
Verkürzung der Brennweite durch eine Shapleylinse
Die Shapleylinse besteht meist aus einer achromatischen Sammellinse, wird
wie die Barlowlinse kurz vor dem Brennpunkt des Objektives eingesetzt, um die Brennweite
des Teleskops zu verkürzen. Die Vergrößerung wird verringert, die Bildhelligkeit der
Objekte ist aber größer, d.h. es können lichtschwache Objekte beobachtet und
photographiert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Verkürzung der Belichtungszeit, d.h.
eine Shapleylinse mit f/6,3 bringt eine ca. 2,5fache Verkürzung. Die erreichbare
Verkleinerung liegt typischerweise bei f/6,3 je nach Linse, wobei es spezielle
Shapleylinsen für die CDD-Photographie gibt, welche ein f/3,3 haben, diese sind aber
für den
visuellen Einsatz unbrauchbar.
Objektive und Kameras für die Astrophotographie
Objektive:
Hier gibt sollte man den apochromatisch korrigierte Teleobjektive (meist sehr teuer) den
Zuschlag geben. Diese haben meistens mehrere Linsengruppen aus Sondergläsern, die eine
geringe Dispersion aufweisen. Aber für den Anfang tut es natürlich auch ein ganz
normales Teleobjektive (man muss es halt vorher auf Tauglichkeit testen). Zudem kann ich
nur die Verwendung von Objektiven mit fester Brennweite empfehlen, gerade für den
Anfänger ist es schwer mit einem Tele auf nachvollziehbare Ergebnisse zu kommen.
Kameras:
Für die Astrophotographie sind zunächst einmal die folgenden grundsätzlichen
Anforderungen an eine Kamera zu richten:
Unterschiede und Eigenschaften von Spiegelreflexkameras :
1. Spiegelvorauslösung:
SLRs haben den Vorteil, dass vor dem eigentlichen Verschluss ein Spiegel installiert ist, mit dessen Hilfe das Bild durch das Kameraobjektiv auf eine Mattscheibe projiziert wird. Dadurch können wir im Sucher der Kamera das Bild möglichst genau vor der Aufnahme sehen und gegebenenfalls notwendige Einstellungen oder Korrekturen durchführen. Dieser Spiegel wird bei der eigentlichen Aufnahme aus dem Abbildungsbereich des Kameraobjektives nach oben geklappt. Dieser Vorgang, der ja sehr schnell erfolgen muss, führt zu Erschütterungen und Schwingungen des Kameragehäuses. Diese Schwingungen können leicht zum Verwackeln des Bildes führen, wenn die Kamera z.B. am Teleskop angebracht ist und die Montierung oder die Teleskop-Halterung diese Bewegung nicht genügend dämpfen und somit auf die gesamte wirksame Optik übertragen. Eine sehr wertvolle Eigenschaft einer Kamera, die man leider relativ selten vorfindet, ist die sog. "Spiegelvorauslösung". Der Spiegel wird (manuell) vor der Aufnahme nach oben geklappt und damit ist während der Belichtung eine Ursache für unliebsame Schwingungen vermieden. Nachteil : Ist der Spiegel festgestellt, kann man das Abbild nicht mehr im Kamerasucher sehen. Daher muss man sich vorher vergewissern, dass alle Einstellungen am Gehäuse korrekt sind.
2. Mechanische oder elektronische Verschlusssteuerung:
Die neuen Kameramodelle haben überwiegend eine elektronische
Verschlusssteuerung. Dies
bedeutet, dass während der Belichtung der Verschluss mit Hilfe einer elektrischen
Spannung offen gehalten wird. Für kurze Belichtungszeiten ist dies kein Problem. Jedoch
nimmt die Kapazität der Batterien während langer Belichtungszeiten - speziell bei Kälte
- sehr schnell ab, so dass der Verschluss zu früh schließt oder sich gar nicht mehr
öffnet. Als Abhilfe sind externe Batteriepacks
Für lange Belichtungszeiten empfehlen sich also eher die sog. mechanischen Verschlüsse,
die man aber leider nur noch entweder in älteren Kameramodellen findet oder nach sog.
"Profikameras" Ausschau hält, die in der "B" Stellung noch einen
mechanischen Verschluss haben. Bei der "B" Stellung sollte mit einem
Kabelauslöser ausgelöst werden, um das Objektiv/Teleskop nicht in unnötige Schwingungen
zu versetzen. Hier lohnt sich in jedem Fall ein Blick auf den Gebrauchtmarkt der Kameras.
3. Mechanischer oder elektronischer Selbstauslöser (Timer):
Nützlich in einigen Situationen, um z. B. Erschütterungen und Schwingungen zu vermeiden.
4. "T"-Stellung (beliebig lange Belichtungszeit):
Die Kamera hat eine "T" Stellung. Sonst siehe Punkt 2.
5. Suchermattscheiben:
Auf der Mattscheibe im Suchereinblick der Kamera wird das Bild vom Objektiv (bzw.
Teleskop) abgebildet.
Die Mattscheibe hat dabei folgende Funktionen :
Da man es in der Astrophotographie meistens mit lichtschwachen Objekten oder auch
Optiken zu tun hat, ist es wichtig, dass die Mattscheibe nicht zuviel Licht absorbiert. Es
gibt verschiedene Arten von Mattscheiben, die speziell das Scharfstellen erleichtern
sollen:
Einige wenige Kameras bieten die Möglichkeit zum Austausch von Mattscheiben an. Solche Kameras sind jedoch meistens auch teuer - sofern sie nicht auf dem Gebrauchtmarkt erworben werden müssen.
TIPP: Zum Scharfstellen bei lichtschwachen Objekten: Das Auge benötigt immer einen Bezugspunkt zur Scharfeinstellung. Dies ist besonders dann
wenn man versucht, einen Stern auf einer Mattscheibe zu fokussieren. Oftmals versucht das Auge selbst sich anzupassen. Folge :
Das Bild erscheint scharf, wird jedoch unscharf auf dem Film dargestellt.
a) Als Abhilfe empfiehlt sich eine kleine rote LED, die vor das Objektiv oder das Teleskop während der Fokussierung gehalten wird. Dann wird
nämlich im Sucher die Körnung der Mattscheibe wider sichtbar und das Auge kann sich daran orientieren. Vor der eigentlichen Belichtung
schaltet man diese LED wieder aus.
b) Ist ein sog. Winkelsucher mit integrierter Vergrößerungslupe. Diese werden auf den normalen Einblick der Kamera aufgesetzt.
Neu unbezahlbar => Auch hier wieder ein Blick in den Gebrauchtmarkt.
6. Auswechselbares Pentaprisma:
D.h. man kann bei diesen Kameras den Kompletten Sucher abnehmen und z.B. durch einen Lupenaufsatz ersetzen. Es ist aber nicht weiter problematisch wenn die Kamera diese "Zusatzfunktion" nicht besitzt, man kauft einfach einen Winkelsucher und fertig. Der einzige Unterschied, das Bild im Winkelsucher erscheint dunkler als im Lupenaufsatz, da beim Lupenaufsatz das Umlenkprisma fehlt.
7. Mehrfachbelichtung:
Die Möglichkeit den Film mehrfach zu Belichten um z.B. die Kontaktphasen einer Sonnen-
oder Mondfinsternis aufzunehmen.
8. Eine digitale Datenrückwand:
Dadurch spart man sich das notieren von ein paar Daten. separater Kauf lohnt sich
meistens nicht!!!
Punkte die ich nicht in die Liste aufgenommen habe, da sie für die Astrophotographie nur
eine untergeordnete Rolle spielen:
Belichtungsmeßsysteme:
Man unterscheidet im wesentlichen die folgenden Systeme :
a.) Integralmessung : Die Belichtung wird als Mittelwert über das gesamte Bildfeld
errechnet. Dies führt oft bei kontrastreichen Objekten (z.B. Mond)
zu schlechten Ergebnissen, da bei einem Mittelwert weder die besonders hellen, noch
die zu dunklen Bereiche ausreichend
berücksichtigt werden.
b.) Zonen- und Mehrfeldmessung: Das Bild wird in verschiedene Bereiche. Die Kamera
errechnet dann selbsttätig aus diesen Bereichen eine genauere
Belichtungszeit.
c.) Mittenbetonte Messung: Die Bildmitte wird bei der Bewertung der korrekten Belichtung
bevorzugt.
d.) Spotmessung: Die Kamera bewertet nur einen kleinen Bereich (ca. 1°) des Bildfeldes
und bestimmt dafür die korrekte Belichtungszeit. Die Spotmessung
kann für die Astrophotographie Vorteile bieten, wenn es darum geht, ein speziellen
Bereich (z.B. einen etc.) auszumessen.
D.h. im Zweifelsfalle sollte man lieber mehrere Aufnahmen machen und sich die Umstände
möglichst genau notieren (Datum, Uhrzeit, Objekt ?, Film, Teleskop/Objektiv,
Belichtungszeit, wenn Möglich auch das Entwicklungsverfahren) <= Sollte man sowieso
immer machen J
Ein motorischer Filmtransport ist nur dann von Nutzen, wenn kurze Ereignisse aufgenommen werden sollen, wie z.B. die Kontaktphasen einer Sonnenfinsternis.
Autofokus Kameras bringen in der Astrophotographie keinen Vorteil =>
die Objekte liegt im Unendlichen, Objektkontrast für den Autofokus viel zu gering ist und
die Kamera wird meistens an einem Teleskop angeschlossen.
Weiter Kameras werden gerne in die Liste aufgenommen, einfach eine Mail schicken
| Kamera \ Anforderung | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| Canon FTb | J | J | J | N | N | N | J | N |
| Canon F-1 | J | J | J (M) | N | J | J | J | J |
| Canon T90 | N | J | J | N | J | N | J | J |
| Fujica ST -701 | N | J | J (M) | N | N | N | N | N |
| Minolta SRT-202 | J | J | J (M) | N | N | N | J | N |
| Nikkormat FTn | J | J | J (M) | ? | N | N | N | N |
| Nikon F | J | J | J (M) | J | J | J | N | N |
| Nikon F2 | J | J+10s | J (M) | J | J | J | J | J |
| Nikon FE | ? | J | J | ? | J | N | ? | ? |
| Nikon FE2 | ? | J | J | ? | J | N | ? | ? |
| Nikon FM | N | J | J (M) | N | N | N | J | J |
| Nikon FM2 | N | J+1s | J (M) | N | J | N | J | J |
| Nikon F3 | J | J | J (E) | J | J | J | J | J |
| Olympus OM-1 | J | J+1s | J (M) | N | J | N | N | J |
| Olympus OM-2S | N | J | J(E) | N | J | N | N | J |
| Olympus OM-3 | ? | J | ? | N | J | N | N | J |
| Olympus OM-4 /-4T | N | J | J(E) | N | J | N | N | J |
| Pentax K1000 | N | J | J (M) | ? | N | N | ? | ? |
| Pentax ME / ME super | N | J | J (M) | N | N | N | N | J |
| Pentax LX | J | J | J (M) | N | J | J | J | J |
| Pentax MX | J | J | J (M) | N | J | N | N | ? |
| Zenit 11 | N | J | J (M) | J | N | N | N | N |
| Zenit E / EM | N | J | J (M) | N | N | N | N | N |
Optische Teleskope und Instrumente
Im diesem Abschnitt, soll auf die im Amateurbereich gebräuchliche Standartsysteme
eingegangen werden.
Refraktor
Hierbei wird das Bild mit Hilfe von Linsen erzeugt. Die ersten Refraktoren besteht aus
zwei verkittete Glaslinsen und wurden mit einem Öffnungsverhältnis von etwa f/8-f/15
hergestellt.
Frauenhofer hat den ersten Achromaten Refraktor entwickelt, dieser besteht aus zwei
unterschiedlichen Glasssorten. Durch diese beiden Glassorten ist es möglich den Refraktor
auf 2 Wellenlängen zu korrigieren, d.h. es werden die Spektralfarben in einem Brennpunkt
gesammelt, dadurch besitzen die Sterne nur noch einen geringen Farbsaum. Gebaut werden
diese Refraktor mit Öffnungsverhältnissen von f/9 - f/15.
In den darauf folgenden Jahren wurde die Abbildungsqualität durch die Verwendung von verschiedener Sondergläser verbessert, dies entspricht dann einem
Halbapochromaten, leider hat man immer noch einen ganz geringen Farbsaum.
Deshalb entwickelte man den Vollapochromaten, welcher aus drei bis vier hochbrechenden
Sondergläsern bestehen. Dadurch wird eine Korrektur von drei Wellenlängen möglich.
Diese Vollapochromaten weisen keinen Farbfehler mehr auf.
Der Refraktor ist mehr für die Planetenbeobachtung, als für Deepskybeobachtungen
geeignet, da Ihm ganz einfach die Lichtsammelfläche fehlt.

Newtonreflektor
Der Newton ist das Teleskop in der Amateurastronomie schlechthin. Hierbei werden mit Hilfe
eines Spiegels die Strahlen gebündelt und kurz vor dem Brennpunkt mittels eines
Fangspiegels aus dem Tubus heraus gelenkt.
Cassegrainreflektor
Die Funktion ist der des Newtons nicht unähnlich, allerdings mit dem Unterschied,
dass
der in der Mitte durchbohrte Hauptspiegel den Lichtstrahlen auf den konvexen
Sekundärspiegel umlenkt. Welcher die Lichtstrahlen vor erreichen des Brennpunktes wieder
in Richtung des Hauptspiegels, durch die Bohrung hindruchgelenkt.
Dadurch kann die Tubuslänge halbiert werden, bei gleich bleibender Brennweite, d. h.
ein Newton

Schiefspiegler
Der Schiefspiegler ein Reflektor, dessen Hauptspiegel schief zur optischen Achse
eingestellt ist, welcher die Lichtstrahlen auf einen außerhalb des Haupttubus montierten
Sekundärspiegel umlenkt. Dieser Sekundärspiegel lenkt die Lichtstrahlen an das hintere
Ende des Tubuses um in Richtung Okular. Bei diesem Teleskop tritt zwar kein obstruierter
Strahlengang mehr auf, dafür ein Abbildungsfehler "Astigmatismus". Welcher
durch den schräg zur optischen Achse stehenden Spiegel ausgelöst wird, welcher dazu
führt, dass die Strahlen nicht in einem Brennpunkt zusammenfallen, sondern in zwei
kleinen ovalen Scheibchen. Dieser Fehler wird durch eine Korrektionslinse verringert. Herr
Kutter hat das Problem mit der schwer herstellbaren Korrekturlinse mithilfe eines dritten
Spiegels umgangen => Tri-Schiefspiegler.
Der Schiefspiegler ist ein echtes Planetenteleskop, bedingt durch seine hohe Auflösung
und den hohen Kontrast.

Schmidt-Cassegrain
Bei Schmidt-Cassegrain handelt es sich um ein katadioptrisches System, d.h. es besteht aus
Spiegeln und Linsen. Der Hauptspiegel ist sphärisch geschliffen, welcher frei von Koma
ist und die sphärische Aberration wird durch die von Herrn Schmidt entwickelte
Korrekturplatte kompensiert. Der konvexe Sekundärspiegel ist in die Korrekturplatte
eingelassen, dadurch entfallen die Streben wie z.B, beim Newton, zudem lenkt der
Sekundärspiegel wie beim Cassegrain, den Lichtstrahl durch die Bohrung des Hauptspiegels
in Richtung des Okulars.


Astrokameras
Die Schmidtkamera dürfte wohl die bekannteste Astrokamera sein. Sie eignet sich
allerdings nur für photographische Zwecke, da sich direkt in der Brennebene des Spiegels
der gewölbte Film befindet.
Ein weiterer Vertreter dieser Art ist die Flat-Field-Kamera von Lichtenknecker. Welche auf
dem Prinzip der Schmidtkamera beruht, anders als bei der Schmidtkamera werden die
Lichtstrahlen aus dem Tubus heraus lenkt, wo man eine Kamera anschließen kann.
Beide "Teleskope" sind nur für photographische Zwecke geeignet, z.B.
Kometen,
