Back Home Top Forward


Ein paar Sätze zum Thema Filmentwicklung und Weiterverarbeitung








Filmentwicklung


Warum selbst entwickeln? Nun auf der einen Seite sind die Entwicklungslabors, die die Filme durch Ihre Automaten schicken. Das Problem hierbei ist, das zu dunkle oder schwarze Bilder von der Maschine als "Abfall" aussortiert werden. Auf der anderen Seite der Film, der jede "Minute" die er belichtet lagert, zur Verschlechterung der Bildqualität beiträgt. Die Entwicklung von Schwarzweiß- bzw. Farbfilmen kann jeder Hobbyastronom in kürzester Zeit erlernen.

Schwarzweiß

Die Entwicklung von Schwarzweiß-Filmen ist sehr einfach. Die hierfür benötigten Gerätschaften sind sogar recht preiswert, was man auch von den Chemikalien sagen kann. Anders als bei Farbfilmen, deren Entwicklung nach einem einheitlichen Standard geschieht, sind für Schwarzweiß-Filme die unterschiedlichsten Entwickler erhältlich, mit denen man bestimmte Filmeigenschaften beeinflussen kann und auch soll.

Diese Spezialbehandlung, die bei Großformatnegativen mitunter so weit geht, daß jedes einzelne Negativ anders und vielleicht auch in einem anderen Entwickler entwickelt wird, läßt es absolut nicht ratsam erscheinen, Schwarzweiß-Filme in einem kommerziellen Labor entwickeln zu lassen. Dort nämlich werden erstens Schwarzweißfilme stiefmütterlich behandelt und zweitens alle bei gleicher Entwicklungszeit durch eine Standardentwicklerbrühe gezogen. Entsprechend schlecht sind die Resultate. Denn jeder Schwarzweiß-Film ist anders und hat seine ganz spezielle Entwicklungszeit im jeweiligen Entwickler. Hierfür gibt es sowohl seitens der Film- als auch der Entwicklerhersteller umfangreiche Tabellen. Wer engagiert fotografiert, wird sogar hingehen und seine Filme auf den oder die Lieblingsentwickler eintesten, was ebenfalls nicht sehr schwierig ist.

Im Gegensatz zur Entwicklung von Farbfilmen lohnt sich das Selbstentwickeln von Schwarzweiß-Filmen in jeder Hinsicht (auch finanziell), sofern man nicht Silvester, Ostern und Weihnachten auf einen Film bekommt

Standardgeräte

Nachfolgend sind Gerätschaften aufgelistet, die man für die Entwicklung von Schwarzweiß-Filmen benötigt. Das Schöne daran ist, daß diese nicht teuer sind, trotzdem aber auch gehobenen Ansprüchen genügen. Einiges werden Sie sicherlich bereits im Haushalt haben. Wenn man in Erwägung zieht, dieses Hobby dauerhaft zu betreiben, sollte man gleich eine Entwicklungsdose kaufen, die sowohl modular ausbaubar als auch an einer Rotationsentwicklungsmaschine verwendet werden kann. Denn wenn Sie erst einmal "Blut geleckt" haben, werden Sie vielleicht auch auf die Idee kommen, auch Farbfilme entwickeln zu wollen - das ist nämlich abgesehen von der höheren Prozeßtemperatur, die genau eingehalten werden muß, kaum komplizierter als das Schwarzweißentwickeln.

1. Entwicklungsdose mit Deckel für Kippentwicklung (Wenn Sie diese kaufen, dann am besten eine, die Sie ggf. mit einer Rotationsentwicklungsmaschine weiterverwenden können)
2. Filmpatronenöffner (zur Not auch Flaschenöffner)
3. Thermomether (+/-0,5 °C oder besser)
4. Meßzylinder 100 ml zum Abmessen größerer Volumina
5. Pipette 5ml oder 10 ml, möglichst mit Gummibirne (nur bei stark konzentrierten Entwicklern) und/oder Meßzylinder 25 ml (bei nicht so konzentrierten Entwicklern) zum Abmessen kleinerer Volumina
6. Filmklammern oder notfalls stramme Wäscheklammern zum Aufhängen der Filme
7. Stoppuhr (oder Eieruhr bzw. anderen Kurzzeitmesser)
8. Trichter
9. 3 Chemikalienflaschen für die Lösungen

Erweiterungsmöglichkeiten

Wenn Sie sehr viele Filme entwickeln, wird es Ihnen vielleicht auf Dauer lästig sein, die ganze Entwicklung von Hand machen zu müssen. Eine sehr preisgünstige Lösung, wenigstens das Wässern der Filme nicht in Arbeit ausarten zu lassen, ist ein Filmwässerungszusatz für die Entwicklungsdose. Es handelt sich hierbei um einen speziellen Schlauch, den man auf der einen Seite an den Wasserhahn anschließt und auf der anderen in die Entwicklungsdose steckt. Dies hat den Vorteil, daß man während der Wässerung die Dose weder kippen noch neu befüllen muß. Meines Wissens ist ein solcher Zusatz nur von der Firma Jobo erhältlich und paßt nur auf die Dosen dieser Firma.

Wer sich die Arbeit weiter erleichtern will, kann sich einen sogenannten Prozessor (hat nichts mit Rechnern, CPUs usw. zu tun) anschaffen. Es handelt sich um Rotationsentwicklungsmaschinen, die die Bewegung während der Entwicklung übernehmen. Sie müssen nur noch gemäß der einzuhaltenen Zeiten Entwicklerlösung, Stoppbad und Fixierbad einfüllen - den Rest erledigt die Maschine. Diese Prozessoren besitzen ein Wasserbad, das mittels der eingebauten Heizung auf konstanter Temperatur gehalten werden kann, was für Schwarzweißentwicklung nicht so sehr, für Colorverarbeitung aber sehr wichtig ist, wofür diese Maschinen ursprünglich auch konstruiert wurden. Wenn Sie sich zum Kauf einer solchen Maschine entschließen, sollten Sie auch gleich den Kauf eines sogenannten Lifts in Erwägung ziehen. Dieser ermöglicht den Austausch der verschiedenen Lösungen, ohne dauernd die Entwicklungsdose an- und abkuppeln zu müssen; er stellt eine echte Erleichterung dar und ist wärmsten zu empfehlen. Marktführer für solche Prozessoren ist die Firma Jobo, die vom einfachen, manuell zu bedienenden Prozessor, bis zum vollautomatisch arbeitenden (d.h. incl. automatischem Lösungsaustausch!) Gerät mehrere Zwischenstufen anbietet. Leider sind Rotationsentwicklungsmaschinen aufgrund der geringen Stückzahlen relativ teuer. Deshalb sollten Sie darüber nachdenken, ob für Sie nicht der Erwerb eines gebrauchten Geräts in Betracht kommt. Denn diese waren ursprünglich vor allem auch für die Entwicklung von Papierbildern in Farbe gedacht, die noch vor wenigen Jahren langwierig und kompliziert war. Heute hat sich hierfür jedoch der Prozeß RA-4 durchgesetzt, der die Trommelentwicklung weitgehend überflüssig gemacht hat. Aus diesem Grund kann man gebrauchte Maschinen teilweise sehr preisgünstig kaufen.

Weiterhin werden Sie sich wahrscheinlich nicht mit einem Meßzylinder zufriedengeben, da es einfacher ist, beispielsweise mit einem 250-ml-Meßzylinder eine Menge von 220 ml abzumessen als hierfür einen 100-ml-Zylinder zweimal ganz zu füllen und dann nochmal 20 ml abzumessen. Ähnliches gilt für die Pipetten. Kommen Sie aber bitte nicht auf die Idee, aus Kostengründen nur den größten erhältlichen Meßzylinder und die größte Pipette zu kaufen. Da Fotolösungen meist sehr genau abgemessen werden müssen, würden Sie auf Schwierigkeiten stoßen, z.B. mit einem 500-ml-Meßzylinder 27,5 ml in der erforderlichen Genauigkeit abzumessen. Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben: Ich empfehle Pipetten in der Größe 5 ml, 10 ml und 25 ml sowie Meßzylinder in der Größe 50 ml, 100 ml und 250 ml (ggf. auch 500 ml). Man kann natürlich auch einen Meßzylinder mit 25 ml statt einer gleichgroßen Pipette nehmen; die Pipette bietet jedoch eine höhere Genauigkeit. Pipetten sind grundsätzlich aus Glas und sollten mit einer Gummibirne zum Heben der Flüssigkeiten ausgestattet sein, denn Fotolösungen sind teilweise beim Verschlucken giftig. Außerdem kann man genauer arbeiten als mit dem Mund anzusaugen und dem Finger die Öffnung zu verschließen. Meßzylinder werden aus Glas, glasklarem Kunststoff und milchigem Kunststoffe hergestellt. Für die reine Anwendung im Fotolabor ist glasklarer Kunststoff genausogut geeignet wie Glas; Meßzylinder aus milchigem Kunststoff sollte man nicht kaufen, da hierbei die Ablesbarkeit leidet.

Für das Trocknen der Filme tut es zwar grundsätzlich jeder einigermaßen staubfreie Raum, eine kurze Durchlaufzeit wird man aber erst dann erreichen, wenn man im Besitz eines Filmtrockners ist. Dabei handelt es sich um ein einer Duschkabine nicht unähnliches Gerät (natürlich besitzt es deutlich weniger Grundfläche!), in dessen Innenraum die Filme gehängt werden. Mit einem Gebläse wird je nach Gerät entweder kalte oder durch die eingebaute Heizung erwärmte Luft in diesen Raum geblasen, die zuvor einen Staubfilter passieren muß. Zum Trocknen der Filme ist ein normaler Fön übrigens absolut ungeeignet. Dieser bläst nämlich alle möglichen Fussel und Staubpartikel auf die empfindliche Schicht, von der sie beim Trocknen aufgenommen werden und nicht mehr ohne Beschädigung entfernt werden können. Ich selbst trockne meine Filme aber immer noch im kühlen, staubarmen Keller. Das Trocknen dauert zwar recht lange, entschädigt wird man jedoch durch staub- und trockenflecken-freie Negative.

Allgemeines

Das Entwickeln von Schwarzweiß-Filmen ist weder schwierig noch sind die hierfür erforderlichen Gerätschaften teuer. Und aufgrund der schlechten Qualität der S/W-Filmentwicklung in Großlabors ist das Selbstentwickeln von Schwarzweißfilmen allerwärmstens zu empfehlen. Welche Geräte Sie hierfür benötigen, können Sie unter Geräte für S/W-Negativ-Entwicklung nachlesen. Ziel ist es, jemandem, der noch nie Filme entwickelt hat, die Grundkenntnisse zu vermitteln. Die höheren Weihen (Zonensystem usw.) sind es sicher wert beschrieben zu werden, sprengen aber leider den Rahmen. Bitte beachten Sie, daß in der nachfolgend beschriebenen Art und Weise nur Schwarzweißfilme auf Silberbasis entwickelt werden können. Die sogenannten chromogenen Schwarzweißfilme wie z.B. Ilford XP-2 müssen wie Farbfilme entwickelt werden. Die Packung dieser Filme ist dann gekennzeichnet in der Art "Zu entwickeln im Prozeß C41".

 

Grundlegendes

Die umgangssprachlich als Entwickeln eines Films bezeichnete Tätigkeit gliedert sich in mehrere Arbeitsschritte: Filmpatrone öffnen und Einspulen in die Spirale der Filmentwicklungsdose, Entwickeln, Stoppen, Fixieren und Wässern.

Beim Belichten des Films in der Kamera wird dieser mit dem Helligkeitsmuster des fotografierten Gegenstands belichtet. Dieser besteht grob gesagt aus einem Kunststoffträger, der einseitig mit einer Schicht aus Gelatine, in der als lichtempfindlicher Stoff Silberhalogenid enthalten ist, versehen. Dort, wo viel Licht auf den Film auftrifft, entstehen viele sogenannte Entwicklungskeime. Dort, wo wenig Licht auftrifft, entstehen entsprechend wenige Entwicklungskeime. Als Entwicklungkeim bezeichnet man hierbei einzelne Silberatome, die durch Lichteinwirkung aus dem Silberhalogenid entstehen. Chemiker bezeichnen dies als Reduktion von Silberionen.

Beim Entwickeln bewirken diese Entwicklungskeime die Entstehung von metallischen Silber. Weil dieses feinstverteilt auftritt, wirkt dieses für das Auge mitnichten metallisch blank sondern mehr oder minder schwarz. Wo viele Entwicklungskeime vorhanden sind, entsteht viel Silber d.h. eine tiefe Schwärzung und dort, wo wenige Entwicklungskeime vorhanden sind, entsprechend wenig Silber d.h. ein mehr oder weniger helles Grau. Damit hat man ein Abbild des fotografierten Objekts in umgekehrten Helligkeitswerten, d.h. ein sogenanntes Negativ erzeugt.

Nun könnte man meinen, man sei schon fertig. Das ist aber nicht ganz der Fall. Setzt man das so hergestellte Negativ nämlich dem Licht aus, wird es mit der Zeit schwarz. Was ist passiert? Nun, was während der gewollten Belichtung in der Kamera passiert, passiert auch danach: Es bilden sich Entwicklungskeime, d.h. atomares Silber. Wird sehr lang belichtet, und das ist z.B. beim Betrachten oder dem Herstellen eines Abzugs der Fall, wandelt sich nach und nach sämtliches Silberhalogenid in feinstverteiltes metallisches Silber um. Resultat: Das Negativ wird schwarz. Um dies zu verhindern, braucht man lediglich das überschüssige Silberhalogenid nach dem Entwickeln zu entfernen. Genau dies erledigt das Fixierbad.

Um ein Vergilben zu vermeiden, wird anschließend der entwickelte und fixierte Film gewässert. Durch das Wässern werden alle Chemikalien ausgeschwemmt, und der Film ist haltbar. Bei sorgfältiger Arbeit ist locker von 100 Jahren auszugehen.

Sollten Sie jetzt deutliche Ähnlichkeiten zum Herstellen von Abzügen von Negativen erkennen, so sollten Sie sich nicht wundern. Denn die chemischen Vorgänge sind grundsätzlich die gleichen. Unterschiede bestehen im wesentlichen im Trägermaterial (klarer Kunststoff bei Filmen und weißer Kunststoff oder Barytpapier bei Fotopapier) und in den Eigenschaften der Schicht, d.h. der Gelatine mit den Silberhalogenidkristallen.

 

Filmeinspulen

Zuerst einmal muß der Film aus der Filmpatrone in die Spirale der Filmentwicklungsdose. Da nun einmal ein fotografischer Film seinem Zweck entsprechend lichtempfindlich ist, darf dies nur bei absoluter Dunkelheit erfolgen. Ausnahme von dieser Regel sind bestimmte Spezialfilme wie z.B. orthochromatische Filme, die jedoch in der bildmäßigen Fotografie nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Zum Öffnen der Filmpatrone benötigen Sie einen speziellen Filmpatronenöffner, der fast so aussieht wie ein Flaschenöffner und auch so arbeitet. Die Filmpatrone besteht aus einem zylindrisch aussehenden Mittelteil, das an beiden Enden mit zwei Deckeln verschlossen ist. Zum Öffnen setzt man den Filmpatronenöffner an einem der beiden Deckel an und entfernt diesen. Beim Umdrehen fällt dann der Film meistens von alleine aus der geöffneten Patrone. Zum Öffnen muß man (je nach Filmmarke) unterschiedlich hohe Kräfte aufwenden. Manche Hersteller pressen die beiden Deckel nur auf, andere verkleben diese zusätzlich. Im letzten Fall sind natürlich recht hohe Kräfte erforderlich. Mit ein wenig Geschick kann man zum Öffnen übrigens auch einen ganz normalen Flaschenöffner zweckentfremden. Allerdings paßt dieser von den Maßen her nicht sehr gut, weshalb dies nur eine Notmaßnahme sein sollte

Sodann faßt man den Filmanfang und schneidet die Lasche mit einer ganz normalen Haushaltsschere ab. Den Film spult man dann in die bereitliegenden Spirale (d.h. den "Halter") ein. Hierfür gibt es unterschiedliche Systeme. Wie das Einspulen bei Ihrer Entwicklungsdose erfolgen muß, entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung. Bei den verbreiteten Dosen der Firma Jobo beispielsweise besteht die Spirale aus zwei gegeneinander verdrehbar angeordneten Hälften. Zuerst einmal fädelt man den Filmanfang in die Spirale ein. Dann fördert man den Film durch zyklisches Verdrehen der beiden Häften nach innen. Dies erfolgt dadurch, daß man die Spirale in einer bestimmten Weise anfassen muß. Durch Festklemmen des Films mit den Fingern während des Verdrehens wird der Fördervorgang erreicht. Das hört sich kompliziert an, ist in der Praxis aber sehr einfach. Gute Bedienungsanleitungen sind übrigens illustriert. Den fast vollständig eingespulten Film schneidet man sodann so nah wie möglich am Wickelkern ab und spult nun ganz ein. Die Spirale befördert man dann in die Dose und verschließt diese mit dem Deckel lichtdicht. Je nach Dose muß vorher die Spirale auf ein Achsrohr aufgesteckt werden. Ab jetzt darf man im Hellen weiterarbeiten.

Wichtig ist, daß der Raum, in dem die Filmpatrone geöffnet wird, wirklich ABSOLUT lichtdicht ist. AlsTest sollten Sie den hierfür geplanten Raum abdunkeln und mindestens 10 Minuten (in Worten: zehn) dort verbleiben, ohne das Licht einzuschalten, um die Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Am besten nehmen Sie einen Kurzzeittimer mit und schließen während der Wartezeit die Augen. Wenn Sie dann die Augen öffnen, werden Sie wahrscheinlich überrascht sein, wieviel Licht noch durch Schlüssellöcher, Türspalte, Rolläden usw. in den vermeintlich stockdüsteren Raum noch hineinkommt. Türspalte kann man oft mit einem davorgelegten Handtuch "abdichten" und Schlüssellöcher mit lichtundurchlässigem Klebeband abkleben. Bei Rolläden und größeren Flächen wird es schon schwieriger. Vielleicht können Sie allein für das Einspulen einen besser geeigneten Raum finden. Ansonsten bietet es sich an, nur dann Filme einzuspulen, wenn es draußen dunkel ist. Sie sollten sich vor Augen halten, daß der Film in der Kamera mitunter weniger als eine tausendstel Sekunde belichtet wird. Somit können Sie sich ausmalen, wie dunkel es sein muß, damit die ungewollte Belichtung während des in der Größenordnung Minuten dauernden Einspulens keinen Schaden anrichtet.

 

Herstellung von Foto-Lösungen

Zuerst einmal müssen Sie den Entwickler, das Stoppbad und das Fixierbad ansetzen. Hierzu benötigen Sie ein Negativentwicklerkonzentrat, ein Stoppbadkonzentrat (ersatzweise reine Essigsäure) und ein Fixierbadkonzentrat, das Sie im Fotolaborhandel kaufen können. Gemäß der Herstelleranweisung werden diese Konzentrate mit Wasser verdünnt. Die Wassertemperatur sollte ungefähr der Raumtemperatur entsprechen. Bitte geben Sie acht, daß keine Spritzer vom Stopp- oder Fixierbad in den Entwickler gelangen. Außerdem sollten Sie bei der Herstellung der Entwicklerlösung nicht allzu stürmisch rühren oder gar schütteln, da der Luftsauerstoff den Entwickler oxidiert und damit langsam unbrauchbar macht.

Der Entwickler ist im Fotolaborhandel in meist konzentrierter Form erhältlich. Selten geworden ist Pulver, das Sie in Wasser auflösen müssen. Für den Anfang tut es jeder beliebige Negativ-Entwickler, bei dem für die Filmsorte, die Sie verwenden, eine Entwicklungszeit angegeben ist. Zuerst einmal müssen Sie in Erfahrung bringen, welche Menge an Entwicklerlösung Sie für Ihre Dose benötigen. Dieser Wert ist oft auch aufgedruckt. Maßgebend ist der Wert für die sogenannte Kippentwicklung (das ist der größere der mitunter zwei angegebenen Werte). Wichtig ist, daß die Mindestfüllmenge nicht unterschritten wird. Allerdings darf die Dose auch nicht ganz voll gefüllt werden. Am besten addieren Sie ein Zehntel der Füllmenge hinzu; dann sind Sie auf der sicheren Seite. Nun brauchen Sie nur noch das Entwicklerkonzentrat gemäß Herstellervorschrift verdünnen, und schon kann's losgehen. Die Temperatur sollte ungefähr zwischen 20 und 22 °C liegen.

Die herausgefundene Füllmenge gilt auch für die übrigen Fotolösungen, was auch auf die Temperatur zutrifft. Starke Temperaturunterschiede von mehr als ca. 5 °C müssen vermieden werden, da ansonsten aufgrund thermischer Verspannungen die Schicht ähnlich wie in ausgetrockneten Flußläufen aufplatzt. Falls Sie gerade kein Stoppbadkonzentrat zur Hand haben, können Sie im Notfall auch farblose Essigessenz nehmen, die mit der neunfachen Menge Wasser verdünnt wird, sofern die Essigessenz eine Konzentration von 20% besitzt. Dies ergibt dann eine 2%ige Lösung.

 

Entwickeln

Stellen Sie die Dose aufrecht vor sich hin. Messen Sie dann die Temperatur des Entwicklers. Sie sollte im Bereich von 20 bis 22 °C liegen. Zu der gemessen Temperatur entnehmen Sie für Ihre Filmsorte die erforderliche Entwicklungszeit und stellen Ihren Kurzzeittimer auf diesen Wert ein. Gießen Sie nun den Entwickler in die Dose und starten mit Beginn des Eingießens den Timer. Setzen Sie sodann den Deckel auf und drehen die Dose ungefähr zweimal ruckartig hin und her. Die Drehung muß schnell sein, damit eventuell am Film anhaftende Luftbläschen weggerissen werden. Sodann beginnt das Kippen: Nehmen Sie die Dose ist die Hände, stellen Sie in einer mäßig schnellen Bewegung kurz (ca. 1 bis 2 Sekunden) auf den Kopf und lassen in aufrechter Stellung den Entwickler wieder zurückfließen. Nach jeweils 5 Sekunden wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis 30 Sekunden vergangen sind, und stellen die Dose wieder auf den Tisch. Bei jeder vollen Minute kippen Sie die Dose erneut zweimal und stellen sie wieder hin. Nach Ablauf der Entwicklungszeit gießen Sie den Entwickler aus.

 

Stoppen

Damit die Entwicklung nicht mit der in der Dose verbleibenden Restmenge an Entwickler unkontrolliert weiterläuft, gießt man nun das sogenannte Stoppbad ein. Durch den sauren Charakter wird die Entwicklung augenblicklich gestoppt. Kippen Sie die Dose nach dem Einfüllen ein paar Mal. Nach einer Einwirkdauer von mindestens 30 Sekunden (bzw. der Herstellerangabe) wird das Stoppbad dann wieder ausgegossen. Diese Zeit ist nicht sehr kritisch, allerdings sollten Sie es nicht übertreiben und das Stoppbad mehr als 5 Minuten einwirken lassen.

 

Fixieren

Gießen Sie nun das Fixierbad ein und starten beim Eingießen den Timer. Kippen Sie die Dose nun sofort ein paar Mal und stellen Sie sie wieder auf den Tisch. Wie beim Entwickeln sollten Sie nach Ablauf jeder Minute die Dose zweimal kippen. Nach der vom Hersteller angegebenen Fixierzeit wird die Lösung ausgegossen.

 

Wässern

Als letzter Schritt muß der Film ausgiebig gewässert werden. Hierzu sind mehrere Wasserwechsel erforderlich, wobei das Wasser wieder einer Temperatur von ca. 20 bis 22 °C besitzen muß. Füllen Sie jeweils eine Menge Wasser ein, die mindestens der Mindestfüllmenge entspricht, kippen ein paar Mal und stellen dann die Dose wieder hin. Die Zeiten zwischen den Wasserwechseln sind nicht konstant sondern nehmen zu: Zuerst wird viermal ungefähr alle 30 Sekunden gewechselt und dann jeweils nach Ablauf von einer, zwei, vier und acht Minuten. Bei den längeren Zeiten ist es empfehlenswert alle 30 Sekunden bis 1 Minute die Dose zweimal zu kippen. Die angegebenen Zeiten sind ausreichend, um einigermaßen archivfeste Negative zu erhalten. Machen Sie nicht den Fehler, stundenlang zu wässern, da bei längerer Wässerung die Gelatine anfängt zu wandern und damit das Bild unscharf werden kann!

 

Trocknen

Das Trocknen erfolgt im einfachsten Fall an einem staubfreien Ort. Sie sollten sich ein für Fotozwecke geeignetes Netzmittel kaufen und den Film vor dem Aufhängen darin nach Herstellervorschrift baden. Als Gefäß eignet sich eine kleine Schüssel sehr gut. Der Film wird dann einfach an einem Ende langsam aus dem Bad herausgezogen und z.B. mit einer starken Wäscheklammer an einer Wäscheleine o.ä. aufgehängt. Das andere Ende des Films wird mit einer weiteren Wäscheklammer beschwert. Das Wasser läuft langsam herunter und der Film trocknet im Verlauf weniger Stunden. Statt Wäscheklammern sollten Sie nach Möglichkeit spezielle Filmklammern verwenden. Denn diese besitzen eine Verzahnung, die das Herausrutschen Ihrer Filme zuverlässig verhindert. Es wäre doch schade, wenn ein Film wegen weniger Mark Ersparnis auf den Boden fallen und die empfindliche Schicht Schaden nehmen würde! Wer es besonders eilig hat, kann eine Schnelltrocknungsflüssigkeit kaufen, in der der Film gebadet wird. Nach dem Herausziehen trocknet der Film innerhalb weniger Minuten. Bitte beachten Sie, daß dieses ausschließlich für Schwarzweißfilme auf Silberbasis geeignet ist. Sowohl Farbfilme als auch chromogene Schwarzweißfilme (z.B. Ilford XP-2) nehmen darin Schaden.

Entwicklungsdaten für den Kodak TP 2415  © B. Koch

Objekt Entwickler Konzentration Zeit/min bei 20 C° Kipprythmus/s
Deep-Sky D19 unverdünnt 6 30
Deep-Sky Microphen unverdünnt 20 30
Deep-Sky Dokumol 1+9 8 30
Deep-Sky Dokulith 1+3 40 30
Mond Rodinal 1+50 8 10
Sonne (Protuberanzen) Rodinal 1+100 20 10
Sonne (Flecken) D19 unverdünnt 8 10
Planeten (Venus) Rodinal 1+50 8 10
Planeten (Mars) Rodinal 1+50 15 10
Planeten (Jupiter) Dokumol 1+9 30 10



Farbumkehrfilme
 

Tetenal E6-DiaKit
 

In d.r.f. tauchen immer wieder Fragen zur Selbst-Entwicklung von Farb-Dias auf.
Hier einige Antworten.

benötigte Ausrüstung
Ablauf
Fazit

 

Es ist möglich, zuhause Farb-Diafilme zu entwickeln, die nach dem E6-Verfahren verarbeitet werden. Dies sind alle am Markt befindlichen Filme, ausgenommen die Kodachromes (K25, K64, K200), die immer mit Entwicklung im Kodak-eigenen Labor verkauft werden.

 

Ergebnisse wie aus dem Fachlabor oder einem sehr guten Großlabor sind zu Hause nur mit hohem technischem Aufwand und großem finanziellen Einsatz möglich, denn alle Bäder müssen auf 0,05 pH-Wert sowie 0,2°C genau temperiert werden können, die Entwicklungszeit- und -Methode muß exakt wiederholbar sein, die Chemie sollte möglichst nur einmal benutzt werden. Um dieses zu gewährleisten, braucht man Equipment für deutlich über 2500 Euro.
Ergebnisse, die dem normalen Großlabor nur unwesentlich nachstehen, erfordern weniger Aufwand, der Einsatz eines Temperiererbades und eines Dosenrotieres sowie der Einsatz von Aqua Destilata reichen aus.
Selbst wer nur erstmal "reingeschnuppert", die Chemie auf ein - zwei Grad genau temperiert und die Dosen nach Stoppuhr schüttelt, kann gute Ergebnisse erzielen. Ob diese dann aber reproduzierbar sind, mag bezweifelt werden. Spaß machts auf jeden Fall.
Wer "das Letzte" an Qualität aus den Dias herausholen will, kommt um ein gutes Fachlabor nicht herum. Der Prozesss E6 ist dort besser aufgehoben, denn Bildfehler sind anders als bei C41/RA4 nicht korrigierbar, die Dialeinwand zeigt Farbstiche unparteiisch an. Wer seine Dias nur anschließend einscannt, kann sich leichte Farbfehler erlauben, diese werden dann per EBV "geradegerechnet".

Wer sich hiervon nicht abschrecken ließ, das Ganze mal probieren will, Diafilme schnell braucht, oder einfach Spaß am Selbstentwickeln hat, der möge jetzt weiterlesen.

Benötigt werden:

  1. eine Entwicklungsdose (für Kleinbild- oder Rollfilm, je nachdem)
  2. ein Wechselsack oder ein lichtdichter Raum (Dunkelkammer) zum Filmeinspulen
  3. vier Chemieflaschen für 500ml (Erstentwickler, Farbentwickler, Fixbad, Stabilisatorbad)
  4. Mensuren zum Abmessen von Wasser auf weniger als 10 ml genau.
  5. eine Möglichkeit, diese Flaschen und die Entwicklungsdose exakt auf 38°C zu temperieren
  6. eine Stoppuhr
  7. möglichst Erfahrung im Selbstentwickeln von SW-Filmen (nicht notwendig, erspart aber teure Lernfilme und -Chemie)
  8. einen Platz, um die Filme zum Trocknen möglichst staubfrei aufzuhängen.

Alle nötige Chemie ist im Kit enthalten, das Stabibad ist möglichst mit entmineralisiertem Wasser anzusetzen.

Der E6-Prozeß ist recht abhängig von Zeit und Temperatur. Die Temperatur ist für reproduzierbare Ergebnisse auf 0,2°C konstant zu halten, die Zeiten auf unter 10 Sekunden. Wer bislang SW-Filme "geschüttelt" hat, mußte die Temperatur höchstens auf 1 bis 2°C einhalten, die Zeiten auf 15-30 Sekunden.
Bei der Dosenentwicklung verwendet man die Chemie mehrmals, muß aber beim zweiten und dritten Mal die Zeiten verlängern. Die Kapazität von 6 Filmen pro 0,5-Liter-Kit wird laut Anleitungsheft nur dann erreicht, wenn man drei Mal jeweils zwei Filme entwickelt. Entwickelt man jeweils nur einen Film, dann ist die maximale Filmmenge nur drei Stück. Der Hersteller hat sich mit diesen Angaben gegen Fehlentwicklungen abgesichert; Berichte von Anwendern, die sechsmal jeweils nur einen Film erfolgreich entwickelt haben oder die angegebenen Haltbarkeitszeiten der Ansätze (mit Protectan abgesprüht in dunkler Glasflasche aufbewahrt) überschritten und immer noch gute Dias entwickelten, liegen vor. Wie gesagt, ob nach 3 Monaten im 500ml-Kit der siebte Film mit entsprechender Verlängerung entwickelt werden kann, ist nicht garantiert.

Der Ablauf:

  1. Der Film wird im Dunklen in die Spirale der Entwicklungsdose eingespult. Die Dose wird lichtdicht geschlossen. Alle weiteren Schritte erfolgen im Hellen.
  2. Die Dose wird in der Temperiereinrichtung 5 bis 10 Minuten auf 38°C gebracht. Dabei keinesfalls die Dose mit Wasser füllen! Dieses Vorwässern ist schlecht, denn dann muß die Erstentwicklerzeit verlängert werden! Grund: der trockene Film saugt sich schnell mit dem Erstentwickler voll und reagiert, ein bereits nasser Film braucht länger, bis der Erstentwickler das Wasser in der Emulsion verdrängt.
  3. Eingießen des Erstenwicklers. Gleichzeitig die Stoppuhr starten! Alle 15 Sekunden heftig bewegen. Oder kontinuierlich rotieren lassen. Bevor die Zeit abgelaufen ist (etwa 15 bis 30 Sekunden, je nach dem, wie lange man braucht, um die Dose zu leeren), den Erstentwickler ausgießen.
  4. Zwischenwässern. Lieber einmal mehr als einmal zuwenig.
  5. Eingießen des Farbentwicklers. Gleichzeitig die Stoppuhr starten! Alle 15 Sekunden heftig bewegen. Oder rotieren lassen. Bevor die Zeit abgelaufen ist, den Farbentwickler ausgießen.
  6. Siehe Punkt 4.
  7. Eingießen des Bleich/Fixbades. Gleichzeitig die Stoppuhr starten! Alle 15 Sekunden heftig bewegen. Oder rotieren lassen. Bevor die Zeit abgelaufen ist, das BX-Bad ausgießen.
  8. Intensiv Wässern. Lieber öfter Wasserwechseln und Dose schütteln als mit ständigem Wasserdurchfluß arbeiten.
  9. Stabilisierbad eingießen und wirken lassen. Jetzt sind Zeit und Temperatur nicht mehr so wichtig.
  10. Stabi-Bad ausgießen, Dose öffnen, Spiralen abtropfen lassen. Spiralen öffnen, Filmanfang mit Klammer nehmen, Filmklammer aufhängen, Filmende mit zweiter Klammer beschweren und den Film zwischen Zeige- und Mittelfinger abstreifen. Fingerringe sind vorher abzunehmen! Das Abstreifen mit Filmabstreiferzangen hat sich im Allgemeinen nicht bewährt, da die Gummilippen allzuschnell Staub oder gar ein Sandkorn annehmen. Und schon gibt es "Telegrafendrähte" über den gesamten Film.
  11. Trocknen lassen. Das dauert aufgrund der dickeren Filmschicht länger als bei SW-Filmen.
  12. Keine Panik! Naß sieht der Film zunächst wie verdorben aus! Er ist weißlich-trübe. Man kann nicht richtig durchsehen, der Bildträger erscheint im Durchlicht meist rötlich. Das alles gibt sich, wenn der Film trocknet; er wird klar, das Trägermaterial farbneutral, die Farben werden besser.
  13. Dose und Spiralen sofort gründlich mit heißem Wasser abspülen. Dabei mehrmals (3 Mal oder öfter) Wasserwechseln. Die im Stabibad enthaltenen Tenside (das sind Schaumbildner wie im Waschpulver) lagern sich sonst im Kunstoff der Dose bzw. der Spiralen ab und können dann den Erstentwickler schäumen lassen, was natürlich nicht sehr gut ist. Zweitens enthält das Stabibad Formalin und wenn sich dieses in den Spiralen ablagert, führt es beim Farbentwickler ebenfalls zu unschönen Farbstichen.
    Alternativ das Stabibad in einem Extradöschen durchführen, z. B. Margarinedose (rund). Es gibt sogar Leute, die den Film bereits aus der Spirale herausnehmen und von Hand durchs Stabibad ziehen. Auf Kratzgefahr weise ich hin!

Wenn hier Gleichzeitig steht, dann heißt das, eingießen und die Stopuhr betätigen. Die Zeiten bewegen sich zwischen 4 und 8 Minuten, die Zeitabweichung durch das Eingießen (dauert je nach Dose 15-20 Sekunden) kann sich im Dia bemerkbar machen. Wichtig ist die Wiederholgenauigkeit! Immer den selben Zeitpunkt zum Stoppen nehmen! Dabei sind aber die Zeiten der Anleitung nur Anhaltspunkte, die auf die eigene Entwicklungsmethode abzustimmen sind. Hat man jedoch die richtige Zeit herausgefunden, dann muß diese recht genau eingehalten werden.

Fazit

Lohnt es sich? Jein. Das Großlabor macht es übernacht für etwa 2 - 3 Euro in meist guter bis sehr guter Qualität. Kratzer auf den Filmen gehören dort zur Seltenheit, Staub auch. Die Farben sind neutral, die Dichten praktisch immer gleich. Zwar sind Ausreißer im Labor möglich (auch dort arbeiten Menschen), aber die Bildqualität ist meines Erachtens der Selbstentwicklung überlegen. Denn:

  1. Das Trocknen ist schwer staubfrei möglich.
  2. Der Film trocknet nur selten plan (er ist also stärker gewölbt als normal), was sich auf die Planlage im Projektor auswirken kann.
  3. Die Farbtreue ist schwer herzustellen. Die Dias werden bei geringster pH-Abweichung "stichig". Je nach Filmhersteller magenta, grün, blau, gelb, usw. Gegebenenfalls muß durch Zugabe von Säure bzw. Lauge ausgeglichen werden. Testfilme sind unvermeidlich.
  4. Die Helligkeit der Dias ist anfangs schwer gleichmäßig zu bekommen. Es dauert etwas, bis man den Rhythmus heraus hat.

Ergo: Nur wer die Bilder am Wochenende schnell braucht, wenn das Großlabor geschlossen hat, oder den Film über- oder unterbelichtet hat (und nicht ins Fachlabor mit E6-Entwicklung zum Pullen/Pushen gehen kann), sollte selbstentwickeln. Wer Zeit hat und Qualität erwartet, gibt die Filme ins Großlabor, für bessere Ergebnisse ins Fachlabor. Selbstentwickeln ist oft unsicherer und schlechter, im Vergleich zum Großlabor (meist kostet die Diaentwicklung als Gutschein einen Euro mehr als der Film ohne) auch noch teurer. Aber es macht Spaß, und das ist ja auch ein Argument ;-)
Erwähnt werden sollte am Schluß, daß es E6-Heimkits natürlich nicht nur von Tetenal gibt, sondern auch von anderen Anbietern, z. B. Kodak oder Agfa.


Bei Diafilm spricht man auch von einem Umkehrfilm, da bei der Entwicklung zwei Schritte aufeinander folgen, wobei der erste Schritt die Umkehr des zweiten ist. Es wird nach der ersten Entwicklung das entwickelte metallische Silber gelöst, wodurch die betroffenen Stellen durchsichtig werden. Anschließend wird erneut entwickelt (Zwischenentwicklung), wodurch nun das noch vorhandene Bromsilber reagiert und geschwärzt wird, bzw. mit Hilfe von Farbkupplern durch Farbstoffe ersetzt wird. Die Entwicklung von Farbumkehrfilmen ist mit etwas mehr Aufwand verbunden, als das bei der SW-Entwicklung nötig war. Ausschlaggebend für ein optimales Ergebnis ist die Verarbeitungstemperatur, die exakt eingehalten werden muss, sowie der Kipprhythmus der Entwicklungsdose. Die Temperaturen findet man in den Datenblätter oder auf der Filmverpackung.

 

Den E6-Prozess gibt es in 2 Versionen:
1. 7 Bäder, Dauer: 32 Minuten bei 38 Grad Celsius
2. 3 Bäder, Dauer: 26 Minuten bei 38 Grad Celsius
Der Original E6-Prozess läuft wie folgt ab:
1. Erstentwicklung
2. Umkehrbad
3. Farbentwicklung
4. Konditionierbad
5. Bleichbad
6. Fixierbad
7. Stabilisierbad
verkürzter 3-Bad-Prozeß:
1. Erstentwicklung
2. Umkehr- und Farbentwicklung
3. Bleichfixierbad
Wichtig: Der Prozess ist nicht ganz so kritisch, wie immer gesagt wird, allerdings:
Wenn nur ein Tropfen Farbentwickler in den Erstentwickler kommt, dann ist's Essig mit den Bildschwärzen, die werden dann knallrot.

E-6-Entwicklungkits: Kapazität Erfahrung
Agfa AP-44 4 Filme á 36 schnell, unkompliziert, hat aber Grünstich
Kodak-Ektachrome Prozess E-6 34 Filme Aufwendig, gute Farben
Kodak Hobby-Pac E-6 7 Filme unkompliziert, hat aber Gelbstich, Dias werden zu dunkel
Photo Color Chrome Six 8 Filme unkompliziert, neutrale Farben
Tetenal UK-6 6 Filme sehr einfach, mein LieblingsKit
Tetenal 3-Bad 60 Filme für Großentwickler, wie UK-6

Wie gehts:



Farbnegativentwicklung

Die Entwicklung von Farbfilmen ist gar nicht so schwierig, wie viele Leute glauben. Insbesondere trifft dies auf Farb-Negativfilme zu, die nach dem Prozeß C41 entwickelt werden (das sind eigentlich alle in Mitteleuropa erhältlichen Filme). Bei den heutigen Preisen für eine Filmentwicklung, die oft genug im Filmpreis inbegriffen ist, wird sich mancher jedoch die Frage stellen, ob es überhaupt sinnvoll ist, den ganzen Aufwand zu Hause überhaupt zu treiben. Nun, diese Frage kann man nicht pauschal mit ja oder nein beantworten. Aus finanzieller Sicht wird es sich jedoch kaum lohnen; man denke allein an die aufgewendete Zeit.

Wer nur ab und zu fürs Familienalbum knipst (wohlgemerkt: knipst und nicht fotografiert) und dabei Ostern, Urlaub und Weihnachten auch noch auf einen einzigen Film bekommt, der sollte auf jeden Fall entwickeln lassen statt selbst Hand anzulegen.

Wer allerdings deutlich mehr Filme verbraucht, nicht lange auf die Entwicklung warten will, idealerweise auch selbst Vergrößerungen davon anfertigt, seine Negative nicht aus der Hand geben will, seine Negative nach speziellen Verfahren (z.B. Push-Entwicklung) entwickeln will oder schlicht nicht toleriert, daß die Fotolabors die Filme in 3er- oder 4er-Streifen zerschneiden, damit man sie bloß nicht in den üblichen Pergaminhüllen archivieren kann, die für 6er-Streifen ausgelegt sind, sollte jedoch durchaus überlegen, ob das Selbstentwickeln nicht eine empfehlenswerte Alternative darstellt. Ein weiterer Grund könnte einfach "der Spaß an der Freud' " sein, denn es ist ja ein Hobby.

Wenn man dieses ernsthaft betreiben will, ist allerdings die Anschaffung einiger Gerätschaften erforderlich, die nicht ganz zu vernachlässigende Kosten verursachen, wenn man sie neu kauft. Zum Ausprobieren, ob man in Zukunft Farbfilme selbst entwickeln möchte, kann man sich jedoch zunächst mit Provisorien behelfen, die nicht viel kosten.

Für den ernsthaften Hobbylaborbetreiber empfehlenswert ist eine sogenannte Rotationsentwicklungsmaschine, bei der die Entwicklungsdose, die den oder die Filme enthält, in einem temperierten Wasserbad rotiert. Marktführer hierfür ist die Firma Jobo. Wenn Sie die Anschaffung einer solchen Maschine ins Auge fassen, dann sollten Sie auch gleich den sogenannten Lift, der das Befüllen und Entleeren der Entwicklungsdose ohne nerviges An- und Abkuppeln ermöglicht, mitkaufen; er stellt eine echte Arbeitserleichterung dar.

Provisorien

Um auszuprobieren, ob das Selbstentwickeln von Farbfilmen Ihr neues Hobby werden könnte, benötigen Sie nicht unbedingt teure Geräte. Es genügt, wenn Sie folgende Gerätschaften zur Verfügung haben, die Sie vielleicht sogar ausleihen können. Einiges werden Sie sicherlich bereits im Haushalt haben.
 

1. Entwicklungsdose mit Deckel für Kippentwicklung (Wenn Sie diese kaufen, dann am besten eine, die Sie ggf. mit einer Rotationsentwicklungsmaschine weiterverwenden können)
2. Filmpatronenöffner (zur Not auch Flaschenöffner)
3. Genaues Thermomether (+/-0,2 °C oder besser)
4. Meßzylinder 100 ml zum Abmessen größerer Volumina
5. Pipette 5ml oder 10 ml, möglichst mit Gummibirne, zum Abmessen kleinerer Volumina
6. Filmklammern oder notfalls stramme Wäscheklammern zum Aufhängen der Filme
7. Stoppuhr (oder Eieruhr bzw. anderen Kurzzeitmesser)
8. Trichter
9. 4 Chemikalienflaschen für die Lösungen
10. Große Schüssel als Temperierbad

Geräte für ernsthafte Hobbyisten

Das Hantieren mit Provisorien ist zwar grundsätzlich möglich, verleidet aber mit der Zeit aufgrund der umständlichen und zeitaufwendigen Handhabung den Spaß an der Sache. Größter Knackpunkt hierbei ist das genaue Einhalten der Entwicklungstemperatur. Aus diesem Grund haben sich sogenannte Prozessoren (hat nichts mit Rechnern, CPUs usw. zu tun) durchgesetzt. Es handelt sich um Rotationsentwicklungsmaschinen, die aufgrund der eingebauten Heizung ein temperiertes Wasserbad mit konstanter Temperatur bieten und darin mit meist einstellbarer Geschwindigkeit die Entwicklungsdose rotieren lassen. Wenn Sie sich zum Kauf einer solcher solchen Maschine entschließen, sollten Sie auch gleich den Kauf eines sogenannten Lifts in Erwägung ziehen. Dieser ermöglicht den Austausch der verschiedenen Lösungen, ohne dauernd die Entwicklungsdose an- und abkuppeln zu müssen; er stellt eine echte Erleichterung dar und ist wärmsten zu empfehlen. Marktführer für solche Prozessoren ist die Firma Jobo, die vom einfachen, manuell zu bedienenden Prozessor, bis zum vollautomatisch arbeitenden (d.h. incl. automatischem Lösungsaustausch!) Gerät mehrere Zwischenstufen anbietet. Leider sind Rotationsentwicklungsmaschinen aufgrund der geringen Stückzahlen relativ teuer. Deshalb sollten Sie darüber nachdenken, ob für Sie nicht der Erwerb eines gebrauchten Geräts in Betracht kommt. Denn diese waren ursprünglich vor allem auch für die Entwicklung von Papierbildern gedacht, die noch vor wenigen Jahren langwierig und kompliziert war. Heute hat sich hierfür jedoch der Prozeß RA-4 durchgesetzt, der die Trommelentwicklung weitgehend überflüssig gemacht hat. Aus diesem Grund kann man gebrauchte Maschinen teilweise sehr preisgünstig kaufen.

Wenn Sie schon einen Prozessor Ihr Eigen nennen, werden Sie mit Sicherheit auch mehrere Entwicklungsdosen in unterschiedlicher Größe kaufen. Denn es macht keinen Sinn, viele Filme nacheinander einzeln zu entwickeln, wenn es auch in einem Schlag geht. Ich selbst entwickle meistens 5 Filme in einem Durchgang; das ist die Maximalzahl, die bei meinem Prozessor (Jobo CPE-2 mit Lift) möglich ist. Die Firma Jobo bietet beispielsweise Dosen für einen und für zwei Filme an; hinzu kommt ein Erweiterungsmodul für zusätzlich 3 Filme. Somit ergibt sich modular ein Fassungsvermögen von 1, 2, 4 oder 5 Filmen. Wer einen größeren Prozessor besitzt, kann die Kapazität mit einem zusätzlichen 3er-Modul weiter aufstocken. Auch die Dosen selbst sind modular: Durch Auswechseln des Deckels wird aus einer Dose für Prozessoren ohne Lift eine Dose für Geräte mit Lift. Bleibt noch zu erwähnen, daß es zusätzlich zu den Entwicklungsdosen für den Hobbybereich auch solche für semi-professionelle Anwendungen gibt, die an den gleichen Prozessor passen.

Weiterhin werden Sie sich wahrscheinlich nicht mit einem Meßzylinder zufriedengeben, da es einfacher ist, beispielsweise mit einem 250-ml-Meßzylinder eine Menge von 220 ml abzumessen als hierfür einen 100-ml-Zylinder zweimal ganz zu füllen und dann nochmal 20 ml abzumessen. Ähnliches gilt für die Pipetten. Kommen Sie aber bitte nicht auf die Idee, aus Kostengründen nur den größten erhältlichen Meßzylinder und die größte Pipette zu kaufen. Da Fotolösungen meist sehr genau abgemessen werden müssen, würden Sie auf Schwierigkeiten stoßen, z.B. mit einem 500-ml-Meßzylinder 27,5 ml in der erforderlichen Genauigkeit abzumessen. Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben: Ich empfehle Pipetten in der Größe 5 ml, 10 ml und 25 ml sowie Meßzylinder in der Größe 50 ml, 100 ml und 250 ml (ggf. auch 500 ml). Pipetten sind grundsätzlich aus Glas und sollten mit einer Gummibirne zum Heben der Flüssigkeiten ausgestattet sein, denn Fotolösungen sind teilweise beim Verschlucken giftig. Außerdem kann man genauer arbeiten als mit dem Mund anzusaugen und dem Finger die Öffnung zu verschließen. Meßzylinder werden aus Glas, glasklarem Kunststoff und milchigem Kunststoffe hergestellt. Für die reine Anwendung im Fotolabor ist glasklarer Kunststoff genausogut geeignet wie Glas; Meßzylinder aus milchigem Kunststoff sollte man nicht kaufen, da hierbei die Ablesbarkeit leidet.

Für das Trocknen der Filme tut es zwar grundsätzlich jeder einigermaßen staubfreie Raum, eine kurze Durchlaufzeit wird man aber erst dann erreichen, wenn man im Besitz eines Filmtrockners ist. Dabei handelt es sich um ein einer Duschkabine nicht unähnliches Gerät (natürlich besitzt es deutlich weniger Grundfläche!), in dessen Innenraum die Filme gehängt werden. Mit einem Gebläse wird je nach Gerät entweder kalte oder durch die eingebaute Heizung erwärmte Luft in diesen Raum geblasen, die zuvor einen Staubfilter passieren muß. Zum Trocknen der Filme ist ein normaler Fön übrigens absolut ungeeignet. Dieser bläst nämlich alle möglichen Fussel und Staubpartikel auf die empfindliche Schicht, von der sie beim Trocknen aufgenommen werden und nicht mehr ohne Beschädigung entfernt werden können. Ich selbst trockne meine Filme aber immer noch im kühlen, staubarmen Keller. Das Trocknen dauert zwar recht lange, entschädigt wird man jedoch durch staub- und trockenflecken-freie Negative

Allgemeines

C-41 ist der Name eines von der Firma Kodak schon vor langer Zeit entwickelten Prozesses zur Entwicklung von Farbnegativfilmen. Dieser hat sich auf der ganzen Welt als DER Standard durchgesetzt. Farbnegativfilme, die mit diesem Prozeß nicht kompatibel sind, sind mir seit Jahren nicht mehr bekannt. Das Entwickeln unterscheidet sich vom Ablauf her nur durch das zusätzliche Bleichbad von der Entwicklung von Schwarzweißfilmen. Der Ablauf gliedert sich grundsätzlich in die Schritte Entwickeln, Bleichen, Fixieren und Schlußwässern.

Beim Entwickeln wird an den belichteten Stellen eine in der Schicht des Films vorhandenen Silberverbindungen zu metallischem Silber reduziert. Durch die dabei entstehenden Entwickler-Reaktionsprodukte werden dann an dieser Stelle vorhandene, bislang farblose Farbstoffe aktiviert. Dieser Vorgang passiert in allen 3 Schichten eines Farbfilms, die jeweils unterschiedliche Farben bilden. Da das metallische Silber, das infolge der feinen Verteilung schwarz erscheint, stört (es würde satte Farben verhindern), muß man dieses entfernen. Hierzu wandelt man es im Bleichbad in Silberbromid um. Auch die an den unbelichteten Stellen vorhandenen Silberverbindungen (meist Silberchlorid und -bromid) müssen entfernt werden, weil die mit der Zeit unter Lichteinwirkung zu schwarzem, metallischen Silber reduziert würden. Diese Aufgabe übernimmt das Fixierbad. Es löst die Silberhalogenide aus der Schicht (oder besser gesagt: den 3 separaten Schichten), und die Schlußwässerung schwemmt die Reste des Fixierbads, die sonst im Laufe der Zeit zu Verfärbungen führen könnten, weg. Zu guter Letzt wird der Film noch im Stabi-Bad behandelt, das Restchemikalien unschädlich macht und die Oberflächenspannung des Wassers reduziert, damit es gut ablaufen kann, ohne Flecken zu hinterlassen. Nur noch trocknen, und fertig ist der Film! Der große Unterschied zum Schwarzweiß-Entwickeln ist, daß die Entwicklungstemperatur mit 37,8 °C deutlich höher liegt und ziemlich genau eingehalten werden muß, während ein halbes Grad mehr oder weniger bei der Schwarzweißentwicklung nicht so sehr ins Gewicht fällt.

Das Entwickeln eines Filmes gliedert sich beim Originalprozeß in die nachfolgenden Arbeitsschritte, wobei die vorgegebenen Zeiten mit dem Start des Eingießens der Lösungen beginnen. Nach Ablauf der Zeit beginnt das Ausgießen. Unmittelbar danach wird die nächste Lösung eingefüllt.

 

Vorgang Dauer Temperatur
Entwickeln 3 min 15 s 37,8 °C
Bleichen 6 min 30 s 24 bis 40 °C
Wässern 3 min 15 s 24 bis 40 °C
Fixieren 6 min 30 s 24 bis 40 °C
Schlußwässerung 3 min 15 s 24 bis 40 °C
Stabilisierungsbad 1 min 30 s 24 bis 40 °C



Zwar ist Kodak der Erfinder der C-41-Chemikalien, jedoch bieten heute auch Agfa, Fuji, Tetenal und andere Hersteller eigene Chemikalien an, die zwar anders heißen (müssen), aber trotzdem kompatibel zum Kodak-Prozeß sind - bei speziellen Hobbychemikalien manchmal aber mehr schlecht als recht. Ensprechend können Sie solche Chemikalien bei vielen Anbietern kaufen. Leider krankt die ganze Angelegenheit daran, daß es kaum Chemikaliensätze für Hobbyanwender gibt, die preislich nicht dermaßen danebenliegen (immer pro Film betrachtet!), daß man die Lust verlieren könnte; oder was würden Sie bei 3 Euro pro Film allein für die Chemikalien sagen? Andererseits sind die für gewerbliche Fotolabore gedachten Chemikaliensätze zwar umgerechnet auf einen Film relativ billig, aber die Gebinde ziemlich groß und eigentlich nicht für den Teilansatz gedacht. Weiterhin ist die offizielle maximale Lagerdauer einigermaßen kurz. Zu alledem kommt hinzu, daß die Chemikalienmenge, die für die Entwicklung eines Films aus chemischer Sicht erforderlich ist, zu der Füllmenge der Dose passen muß. Andernfalls nutzt man die Chemikalien nicht aus.

Tips

Inhalt:       C41-Chemikalien      Prozessor mit Lift      Filmtrocknung      Thermometer     

 

C41-Chemikalien

Auf der Suche nach professionellen C41-Chemikalien zum erträglichen Preis habe ich folgende Möglichkeit gefunden: Wie im professionellen Bereich üblich, bietet z.B. Kodak den Entwickler einzeln an. Dieser ist auch in Klein-Gebinden für eine Lösungsmenge von 3,8 l oder 13,25 l erhältlich, die für mehr als 60 bzw. mehr als 220 Filme mit je 36 Aufnahmen ausreichen (die 13,25-l-Packung wurde Anfang 2002 aus unerfindlichen Gründen aus dem Programm genommen; Ersatz siehe weiter unten). Die Entwicklungslösung muß hierbei aus drei einzelnen Komponenten hergestellt werden, die mit Wasser verdünnt werden. Diese Komponenten bilden in der Flasche keine Abscheidungen, so daß ein Teilansatz möglich ist. Hierzu müssen Sie lediglich die benötigten Mengen auf die von Ihnen benötigte Füllmenge der Entwicklungsdosen umrechnen.

Auch die Sache mit der Haltbarkeit läßt sich recht unkompliziert in den Griff bekommen. Das empfindliche und damit lebensdauerbestimmende Element ist nämlich der Part B, der die eigentliche Entwicklersubstanz enthält. Bei Kontakt mit der Luft oxidiert er sehr leicht und wird dadurch unbrauchbar, was man an der dunkelbraunen bis schwarzen Farbe erkennt. Allerdings läßt sich dieser Vorgang sehr drastisch verlangsamen: Part B wird einfach in Glasflaschen mit dichtem Verschluß umgefüllt und im Kühlschrank gelagert. Durch den Kunststoff der Originalverpackung kann Sauerstoff langsam aber sicher hindurchdiffundieren, nicht aber durch Glas. Weiterhin ist die Reaktionsgeschwindigkeit temperaturabhängig: Je tiefer die Temperatur, desto langsamer oxidiert der Entwickler. Allerdings sollte man nicht übertreiben und die Chemikalien einfrieren. Die Glasflaschen müssen immer hoch gefüllt sein, damit möglichst wenig Luft in der Flasche ist. Dies erreicht man durch Umfüllen in kleinere Flaschen. Das Verdrängen der darin noch vorhandenen Luft erfolgt am besten mit einem Schutzgas (z.B. dem sehr zu empfehlenden "Protectan" der Firma Tetenal). Dieses Verfahren hat sich bei mir schon seit Jahren bewährt. Ein 1996 gekaufter Entwicklersatz, bei dem ich eine Restmenge zum Testen der Dauerhaltbarkeit bis Ende 2001 verwendete (dann war sie aufgebraucht), ergab Ergebnisse wie am ersten Tag. Die Haltbarkeit liegt unter den genannten Bedingungen deutlich über den erprobten 5 Jahren, denn der empfindliche Part B war immer noch wasserklar sprich unoxidiert und damit wie gerade erst gekauft.

Bei meinen Kodak-Chemikalien in der Packungsgröße 13,25 l ergaben sich die nachfolgende Mengen für eine Füllmenge von 600 ml, die bei den Jobo-Entwicklungsdosen für die gleichzeitige Entwicklung von 5 Filmen reicht. Aber bitte vergleichen Sie diese Mengen mit der Angabe auf Ihren Chemikalien, denn niemand hindert den Hersteller daran, aus welchen Gründen auch immer eine Komponente mehr oder weniger konzentriert anzusetzen.

Wasser: ca. 400 ml
Part A: 111 ml
Part B: 10,7 ml
Part C: 14,6 ml
Wasser: Auffüllen auf 600 ml


In 600 ml Lösung kann man insgesamt 10 Filme entwickeln. Ich entwickle in einem Durchgang darin 5 Filme in einem Jobo-Tank #1520 mit Erweiterungsmodul #1530, für das diese Menge genau paßt (genaugenommen sind's ein paar Milliliter zuviel). Die Entwicklerlösung ist damit noch nicht ausgenutzt, sondern kann genau einmal wiederverwendet werden. Da der Entwickler schon angebraucht ist, muß im zweiten Durchgang die Entwicklungszeit ein wenig verlängert werden. 3 min 30 s ist hierfür ein guter Wert.

Kodak hat wie oben angedeutet die 13,25-l-Packung aus dem Programm genommen, aber man kann problemlos auf Chemikalien eines anderen Herstellers ausweichen. In Deutschland gut erhältlich sind Entwickler von Agfa und Tetenal, wobei die Packungsgröße oft für 15 l statt für 13,25 l ausgelegt ist. Ich selbst habe mich für den Tetenal Colortec-Entwickler entschieden, der abweichend vom Kodak-Standard für eine Prozeßtemperatur von 38,0 °C ausgelegt ist und zusätzlich bei angepaßter Entwicklungszeit auch andere Temperaturen zuläßt. Der große Vorteil der Tetenal-Chemikalien ist, daß die 3 Komponenten so konzentriert sind, daß jeweils identische Mengen für den Ansatz benötigt werden. Dies hat nicht nur eine viel einfachere Handhabung zur Folge, sondern vermeidet Berechnungsfehler genauso wie irrtümliches Vertauschen der Mengen.

Das Bleichbad kann man ebenfalls als separate Komponente kaufen. Ich habe es jedoch selbst angesetzt, d.h. aus verschiedenen Einzelchemikalien selbst angerührt, da es erstens sehr leicht möglich ist, zweitens das Bad äußerst ergiebig ist und drittens das fertige Bleichbad ziemlich teuer ist.

Das Fixierbad wiederum wird von Kodak in praxisgerechten Gebinden zu günstigen Preisen angeboten, so daß ein Selbstansatz nicht ratsam erscheint. Sie können hierfür einen beliebigen Fixierer verwenden, aber achten Sie bitte darauf, daß dieser für Farbfilme geeignet ist. Die sauren Fixierbäder für Schwarzweißfilme sind nämlich absolut ungeeignet; umgekehrt können Sie jedoch Fixierer für Farbfilme auch für Schwarzweißfilme verwenden - am besten aber nicht durcheinander.

Falls Ihnen ein Gebinde für 13,25 l trotz der extrem guten Haltbarkeit (s.o.) zu groß sein sollte, möchte ich an dieser Stelle anregen, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam ein größeres Gebinde kaufen. Dies hat enorme Preisvorteile zur Folge. Beispielsweise kostet ein Gebinde für 13,25 l Entwickler ziemlich genau doppelt soviel wie eines für 3,8 l! Ein Eintrag in der Foto-Pinwand (siehe  Kamera) sollte helfen, Kontakt zu interessierten Leuten zu bekommen.


 

Prozessor mit Lift

Prozessoren mit Lift haben sehr eindeutige Handlingsvorteile. Allerdings sei auch ein Nachteil nicht verschwiegen: Die Einfüllöffnung für die Lösungen befindet sich oben. Bei Lagerung des Geräts kann so sehr leicht Staub eindringen, der dann später in die Entwicklungsdose geschwemmt wird. Dies läßt sich vermeiden, indem man die Einfüllöffnung bei Nichtbetrieb immer staubdicht abdeckt. Zusätzlich sollte man vor jeder erneuten Inbetriebnahme ca. 1 l Wasser ohne angekuppelte Dose zum Spülen in die Öffnung kippen.


 

Filmtrocknung

Es existieren sehr viele Tips, wie man Filme streifenfrei trocken bekommt. Abstreifen mit entsprechenden Abstreifzangen ist effizient aber sehr gefährlich: Das kleinste Staubkorn zerkratzt den Film auf der ganzen Länge. Abstreifen mit den Fingern hinterläßt Trockenflecken. Trockenschleudern mit einer Salatschleuder oder mit der Bohrmaschine hat den Nachteil, daß man die Filme selten, ohne daß sich die verschiedenen Stellen berühren, aus der Spirale herausbekommt.

Die meiner Erfahrung nach beste Methode ist, überhaupt nicht abzustreifen, sondern die Filme klatschnaß aufzuhängen. Dazu muß man aber dafür sorgen, daß das Wasser keine Trockenflecken verursachen kann. Dies erreicht man dadurch, daß man für das Schlußbad destilliertes Wasser anstelle von Leitungswasser nimmt. Wenn Ihr Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, sollten Sie dem Schlußbad zudem ein Zusatzbad aus reinem, destilliertem Wasser vorschalten. Sowohl dieses Wasser als auch das Schlußbad ist mehrfach verwendbar. Anstelle des recht teuren destillierten Wassers können Sie ebensogut auch demineralisiertes Wasser benutzen, das z.B. in Baumärkten oft in 5-l-Behältern verkauft wird und erheblich billiger ist.

Für die Anwendung sollte die Temperatur nicht zu hoch sein; Raumtemperatur hat sich bei mir bestens bewährt. Das Trocknen sollte ebenfalls bei nicht zu hoher Temperatur erfolgen, damit möglichst viel Wasser ablaufen kann anstatt zu verdunsten. Ein staubfreier Kellerraum mit zwischen 5 und 20 °C, wie ich ihn benutze, ist ideal. Der Raum muß keinesfalls klinisch sauber sein, aber man muß Sorge dafür tragen, daß sich möglichst wenig Staub in der Luft befindet. Im Sommer kann man bei einzeln einfallenden Lichtstrahlen die Anzahl der Staubteilchen sehr gut beurteilen. Falls erforderlich, können Sie Wasser mit einem Drucksprüher o.ä. versprühen, bevor Sie mit dem Entwickeln anfangen. Das säubert die Luft in ähnlicher Weise wie draußen der Regen. Sorgen Sie dafür, daß während des Trocknens der Filme, was je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit mehrere Stunden dauern kann, der Raum möglichst unbenutzt bleibt. Denn schon durch normales Vorbeigehen wird Staub aufgewirbelt - egal wie gut geputzt ist.


 

Thermometer

Üblich sind sogenannte Flüssigkeitsthermomether, bei denen eine Flüssigkeit (meist Alkohol oder Quecksilber) sich in einer Kapillarröhre entsprechend der Temperatur mehr oder weniger ausdehnt. Gute Thermomether mit einer Genauigkeit von +/-0,2 °C oder besser noch +/-0,1 °C sind teuer und meist auch schlecht erhältlich. Allerdings brauchen Sie mit einem Thermomether mit geringerer Genauigkeit gar nicht erst anzufangen, Farbfilme entwickeln zu wollen.
Mein Tip: Kaufen Sie am besten gleich ein Thermomether, das auch in Zukunft Ihren Ansprüchen gerecht wird, d.h. +/-0,1 °C Genauigkeit mit weit gespreizter Skala, damit Sie beim Ablesen nicht noch ein Mikroskop brauchen. Ein solches Thermomether ist leicht 30 cm lang und kostet mehr als 50 DM. Eine Alternative stellen digitale Thermomether dar. Allerdings können Sie nicht hoffen, hierfür ein günstiges Gerät mit Außensensor, wie es als Haushaltsgerät zur Innen- und Außentemperaturmessung der Luft angeboten wird, verwenden zu können. Diese Geräte zeigen zwar die Temperaturen meist in Zehntelgradschritten an, allerdings ist die Genauigkeit deutlich geringer, d.h. wenn ein solches Gerät beispielsweise 37,8 °C anzeigt, könnte es in Wahrheit mal gerade eben 37,1 °C warm sein. Außerdem wird der Anzeigewert meist nur alle 10 Sekunden aktualisiert. Das ist deutlich zu lange, da man im Fotolabor schnell eine Temperatur messen muß (die Uhr tickt im Hintergrund!). Geeignet sind sogenannte Sekundenthermomether, die die erforderliche Genauigkeit bieten. Solche Geräte sind ab ca. 30 Euro erhältlich.

Ebenfalls genau genug und dabei sehr preisgünstig sind Fieberthermomether (elektrische wie auch Flüssigkeitsthermomether). Diese haben aber den Nachteil, daß sie nach jeder Messung zurückgesetzt werden müssen; elektrische durch Ausschalten und Eintauchen in kaltes Wasser (damit es schneller geht) und Flüssigkeitsthermomether durch Zurückschlagen). Eine kontinuierliche Messung, d.h. beispielsweise das Beobachten einer stetig absinkenden Temperatur, um bei einem bestimmten Wert die Entwicklung zu starten, ist damit nicht möglich. Sehr gut geeignet sind diese jedoch zum Überprüfen anderer Thermomether oder für Einzelmessungen, d.h. "einschalten, reinstecken, ablesen, fertig". Fieberthermometer sind amtlich geeicht!

nhalt:
Allgemeines
Kalibriervorgang
Entwickeln



 

Allgemeines

Wenn Sie erst einmal hineinschnuppern wollen in das Entwickeln von Farbfilmen, müssen Sie nicht unbedingt gleich eine teure Rotationsentwicklungsmaschine kaufen. Es geht für den Anfang auch mit einer Entwicklungsdose, die in einer großen, mit Wasser gefüllten Schüssel temperiert wird. Allerdings ist dies mit deutlich mehr Arbeit verbunden.

Zwar können Sie nicht mit einfachen Mitteln die Wassertemperatur des Mantelbades absolut konstant halten, aber sofern der Temperaturrückgang innerhalt von 3 Minuten nicht allzu hoch ist, genügt es, den Mittelwert des Entwicklers bei 37,8 °C zu halten. Zu diesem Zweck müssen Sie zuerst einen Test machen, wie sich die Entwicklertemperatur innerhalb der Entwicklungszeit verhält. Da dies sowohl von der Umgebungstemperatur als auch der eingefüllten Wassermenge, der Schüsselform und dem Wärmeableitungsvermögen der Unterlage abhängig ist, müssen Sie den Test vor jedem Entwickeln durchführen.


 

Kalibriervorgang

Beim C41-Prozeß muß die Entwicklungstemperatur von 37,8 °C ziemlich genau eingehalten werden. Mittels des Kalibriervorgangs finden Sie heraus, bei welcher Temperatur Sie den Entwicklungsvorgang starten müssen, damit die Temperatur im Mittel den Erfordernissen entspricht. Hierzu füllen Sie eine große Schüssel normal voll mit warmem Wasser und stellen die Entwicklerflasche hinein, die genausoviel Wasser wie später Entwickler enthält. Die Wassertemperatur muß in beiden Fällen gleich sein und einige Grade mehr als 37,8 °C betragen. Wenn die Temperatur des Wassers in der Entwicklerflasche infolge Abkühlens genau 37,8 °C erreicht hat, füllen Sie es in die Dose, starten Ihre Stoppuhr und stellen die Dose in die Wasserschüssel. Genau 3 min 15 s danach messen Sie die Temperatur erneut. Sie wird um einige Zehntel Grad abgesunken sein. Berechnen Sie die Differenz zu 37,8 °C und addieren Sie die Hälfte davon zu 37,8 °C hinzu. Dies ist die neue Temperatur, bei der der Entwicklungsvorgang gestartet werden muß. Als Resultat erhalten Sie trotz Temperaturrückgang eine mittlere Entwicklungstemperatur von 37,8 °C. Dies ist zwar theoretisch nicht ganz exakt aber für die Praxis absolut ausreichend. Am besten starten Sie das Entwickeln direkt im Anschluß an den Kalibriervorgang

Beispiel: Innerhalb 3 min 15 s sinkt die Temperatur von 37,8 °C auf 36,6 °C, das sind genau 1,2 °C. Davon die Hälfte, d.h. 0,6 °C, zu 37,8 °C hinzuaddiert ergibt 38,4 °C. Dies ist die Starttemperatur.


 

Entwickeln

Zum Entwickeln stellen Sie den vortemperierten Entwickler in das Wasser und entnehmen der Wasserschüssel eine bestimmte Menge Wasser und ersetzen es durch die gleiche Menge heißes Wasser, um wieder mehrere Grade über die Starttemperatur zu kommen. Hierbei müssen Sie es schaffen, die Temeratur des Mantelbads so hinzutrimmen, daß es idenisch mit der Entwicklertemperatur ist. Die restlichen Lösungen stehen am besten in einer zweiten Wasserschüssel bei etwa 35 - 40 °C. Messen Sie wieder die Entwicklertemperatur. Bei Erreichen der Starttemperatur füllen Sie den Entwickler in die diesmal mit einem Film bestückte Dose, verschließen sie, stellen sie in das warme Wasser und starten die Stoppuhr. Alle 30 s nehmen Sie die Dose heraus, drehen sie für etwa 3 s auf den Kopf und stellen sie wieder richtig herum in das Wasser. Nach 3 min 15 s gießen Sie den Entwickler aus und fahren mit den Lösungen wie bei Entwicklung mit Prozessor fort. Hierbei darf die Temperatur stetig absinken, allerdings ist es günstig, wenn sie zwischen 30 und 38 °C liegt. Bei allen Lösungen müssen Sie alle 30 s die Dose herausnehmen, kurz auf den Kopf stellen und wieder zurück in das Wasserbad geben. Allerdings müssen nur beim Entwickler die 30 s einigermaßen genau eingehalten werden, beim Rest muß man das nicht akribisch genau nehmen.

Im Vergleich zum von Kodak vorgeschriebenen Prozeßablauf wurde ein Stoppbad zwischen Entwickeln und Bleichen eingefügt, um erstens den Entwicklungsprozeß sicher abzubrechen und zweitens die Verschleppung von Entwicklerlösung in das Bleichbad zu vermeiden. Denn einige Mililiter bleiben immer irgendwo hängen (auf dem Film selber, in den Filmspiralen und an der Dosenwand). Um die Verschleppung des Stoppbads in das Bleichbad zu vermeiden, wird kurz gewässert. Bitte beachten Sie die Füllmenge Ihrer Dose für Kippentwicklung; sie liegt ziemlich genau doppelt so hoch wie für Rotationsentwicklung.

 

Vorgang Dauer Temperatur Anmerkung
Anwärmen Min. 2 min 37-39 °C Zur Angleichung der Dosentemperatur
Entwickeln 3 min 15 s 37,8 °C Gefundene Einfülltemperatur beachten!
Stoppbad ca. 30 s 24 bis 40 °C Empfehlenswert, aber bei Kodak nicht vorgesehen
Wässern ca. 30 s 24 bis 40 °C dto.; muß bei Verwendung von Stoppbad durchgeführt werden
Bleichen 6 min 30 s 24 bis 40 °C  
Wässern 3 min 15 s 24 bis 40 °C Zeit kann reduziert werden: Zuerst 30 s, dann Wasserwechsel und nochmal 30 s
Fixieren 6 min 30 s 24 bis 40 °C  
Schlußwässerung 3 min 15 s 24 bis 40 °C Zuerst 15 s, dann jeweils Wasserwechsel nach 30 s, nochmal 30 s, 1 min und nochmal 1 min; diese Zeiten dürfen bis auf insgesamt ca. 15 min ausgedehnt werden.
Stabilisierungsbad 1 min 30 s 24 bis 40 °C Sofern nicht im Filmtrockner getrocknet wird, Temperatur eher niedrig wählen, damit das Wasser abläuft anstatt zu verdunsten.


Das Stabilisierungsbad wird bei abgekuppelter Dose eingefüllt. Die Entwicklungsdose sollte aufrecht stehen und der Dosendeckel abgenommen sein.

Nach dem Baden des Films im Stabilisierungsbad, das auch Netzmittel zur Verminderung der Oberflächenspannung des Wassers enthält, wird der Film ohne weitere Wässerung zum Trocknen aufgehängt. Ob Sie hierfür einen Filmtrockner verwenden oder die Filme an einer Wäscheleine o.ä. aufhängen, ist für den Vorgang selber egal. Ich selbst trockne alle meine Filme im kühlen Keller an einem staubfreien, wenig frequentierten Ort. Hierbei hänge ich sie klatschnaß mit speziellen Filmklammern an eine Wäscheleine. Um Trockenflecken zu vermeiden, setze ich das Schlußbad mit entmineralisiertem Wasser an. Wenn der Film auch unten (dort trocknet er zuletzt) absolut klar ist und keine milchigen Stellen mehr hat, ist er trocken und kann in handliche Stücke geschnitten werden. Im Filmtrockner dauert das einige Minuten (geräte- und befüllungsabhängig), im kühlen Keller mehrere Stunden. Da ich meistens abends entwickle, haben die Filme die ganze Nacht zum Trocknen. Zur Archivierung verwende ich die üblichen Pergaminhüllen, die 7 Streifen mit 6 Aufnahmen fassen. Deshalb schneide ich sie in 6er-Streifen. Mit einer Schere ist das bei ruhiger Hand kein Problem. Sie können aber auch ein Diaschneidgerät verwenden. Schneiden Sie den Film einfach zwischen zwei Bildern möglichst mittig durch den hellen Streifen durch.

Inhalt:
Allgemeines
Kalibrierung
Entwickeln
Füllmenge



 

Allgemeines

Das Entwickeln mit einer Rotationsentwicklungsmaschine gestaltet sich deutlich bequemer als das Hantieren mit einer Entwicklungsdose in einer Schüssel mit warmem Wasser, insbesondere wenn dieser mit einem Lift (einer Vorrichtung zum leichten Entleeren und Befüllen) ausgerüstet ist. Bevor Sie Ihren Prozessor das erste Mal in der Praxis ausprobieren können, müssen Sie zuerst einmal die korrekte Temperatureinstellung in einem Kalibriervorgang ermitteln.

Sobald Sie die korrekte Einstellung gefunden haben, kann es mit dem Entwickeln losgehen. Die Dose wird in absoluter Dunkelheit mit einem oder mehreren Filmen bestückt. Nach kurzer Angleichung der Dosentemperatur an die Prozeßtemperatur, werden dann nach und nach die verschiedenen Lösungen eingefüllt. Am Schluß wird der Film getrocknet, in handliche Streifen geschnitten, und schon ist er fertig.


 

Kalibrierung

Nach dem Kauf des Prozessors muß eine Temperatureinstellung gefunden werden, die die Entwicklertemperatur genau auf dem geforderten Wert von 37,8 °C hält. Dies ist jedoch mitnichten damit getan, daß man einfach 37,8 °C einstellt - auch nicht bei Geräten mit Digitalanzeige. Der Grund liegt darin, daß es ein Wärmegefälle zwischen dem Wassermantel und dem Entwickler in der Dose gibt. Außerdem ist die Temperatur im Wassermantel auch nicht absolut konstant sondern ortsabhängig. Weiterhin taucht nur ein kleiner Teil der Dose in den Wassermantel; der Rest wird von der Umgebungsluft gekühlt. Daraus ergibt sich grundsätzlich, daß der Wassermantel immer wärmer als die erforderliche Entwicklertemperatur sein muß. Die Frage, die es im Kalibriervorgang zu klären gilt, ist, um wieviel sie höher sein muß.

Machen Sie hierzu den Prozessor startklar, d.h. füllen Sie ihn mit vorgewärmtem Wasser. Am besten messen Sie schon jetzt die Temperatur und gießen solange warmes bzw. kaltes Wasser hinein, bis erstens der vorgeschriebene Füllpegel erreicht ist und zweitens die Temperatur bei ungefähr 38-39 °C liegt. Andernfalls benötigt der Prozessor recht lange, bis er die Betriebstemperatur erreicht hat. Die Flaschen für Entwickler usw. füllen Sie am besten ebenfalls mit Wasser der gleichen Temperatur. In der Entwicklerflasche sollte genausoviel Wasser enthalten sein wie später Entwickler benötigt wird. Beachten Sie hierzu bitte die Füllmenge der von Ihnen verwendeten Dose für Rotationsverarbeitung; er beträgt ziemlich genau die Hälfte der Füllmenge für Kippverarbeitung und ist bei den Jobo-Dosen außen aufgedruckt. Sodann schalten Sie das Gerät ein; allerdings hat der Motor zum Antrieb der Dose zunächst Pause. Stellen Sie eine Solltemperatur von 38 °C ein und warten Sie, bis der Prozessor diese Temperatur stabil eingeregelt hat, d.h. mindestens eine Viertelstunde. Danach kuppeln Sie Ihre Entwicklungsdose inclusive Innenleben (d.h. allen Filmspiralen und Achsrohr) an den Prozessor und wärmen sie 5 Minuten bei laufendem Motor (etwa 1 Umdrehung pro 2 Sekunden) an. Nehmen Sie die Entwicklerflasche, die die korrekte Menge Wasser (später Entwickler) enthält, aus dem Prozessor und messen Sie die Temperatur des darin befindlichen Wassers. Sie sollte so um die 38 °C betragen. Falls nicht, bitte mit einem separaten Wasserbad kurz aufheizen! Sodann warten Sie, bis die Temperatur von selbst auf die Einfülltemperatur gefallen ist. Diese beträgt 37,8 °C plus ungefähr 0,2°C für das Aufheizen des Innenlebens der Dose plus nochmal 0,2 °C bei Verwendung eines Lifts zur Kompensation der Wärmeverluste. Füllen Sie sodann das Wasser sofort in die Dose. Bei Betrieb mit Lift genügt hierzu das Eingießen in die Einfüllöffnung des Lifts; ohne Lift müssen Sie hierzu die Dose abkuppeln, den Gummideckel entfernen, das Wasser eingießen, den Gummideckel wieder aufsetzen und die Dose wieder ankuppeln - und das alles so schnell wie möglich. Mit Beginn des Einfüllens starten Sie Ihre Stoppuhr. Nach 15 Sekunden (bzw. 15 Sekunden nach dem Wiederankuppeln) kuppeln Sie die Dose vom Prozessor ab (auch bei Lift, bitte nichts verschütten!), stellen sie aufrecht in das Wasserbad des Prozessors, messen durch die Mitte die Temperatur und kuppeln die Dose sofort wieder an. Weicht die Temperatur, nennen wir Sie T1, von 37,8 °C ab, müssen Sie in Zukunft um die Differenz wärmer oder kälter einfüllen. Nach genau 3 Minuten kuppeln Sie erneut die Dose ab und messen die Temperatur, nennen wir Sie T2.

Weicht die Temperatur T2 nicht oder maximal um 0,3 °C von der Temperatur T1 ab, ist die Temperatureinstellung richtig. Größere Abweichungen müssen Sie durch entsprechende Änderung der Temperatur des Mantelbads ausgleichen. Stellen Sie hierzu die Solltemperatur Ihres Prozessors um die Differenz zwischen T2 und T1 höher bzw. tiefer ein. Vor einem erneuten Durchgang müssen Sie wieder mindestens eine Viertelstunde warten, bis der Prozessor die neue Temperatur stabil eingeregelt hat. Öffnen Sie die Dose, kippen das Wasser aus, nehmen deren Innenleben heraus und trocknen Sie Dose wie Spiralen. Führen Sie den kompletten Meßdurchgang so lange durch, bis alles stimmt. In aller Regel genügen insgesamt ein bis drei Durchgänge. Sollte dies bei Ihnen nicht zum Erfolg führen, empfehle ich, die Temperatur des Mantelbades an einer Stelle nahe der Dose an der Wasseroberfläche über mehrere Minuten zu beobachten. Sofern sich hier über die Zeit große Abweichungen ergeben, hilft ein kleiner Trick (zumindest bei Jobo-Geräten): Achten Sie auf die Anzeige der Heizung. Beginnen Sie den Meßvorgang dann, wenn das Licht angeht. So haben Sie zwar immer noch eine Temperaturänderung des Mantelbades, aber jetzt ist der Verlauf bei jedem Durchgang gleich.

Als Resultat des Kalibriervorgangs erhalten Sie eine Einfülltemperatur, die Sie in Zukunft einhalten müssen, und die Temperatureinstellung des Prozessors, die Sie in Zukunft verwenden müssen. Am besten halten Sie beide Werte in Ihrer Labordokumentation fest (falls Sie eine solche führen) oder schreiben diese Werte auf einen kleinen Zettel, den Sie am Prozessor einigermaßen wasserdicht unverlierbar befestigen (z.B. durch flächendeckendes Überkleben mit durchsichtigem Klebeband). So, und nun kann's losgehen mit dem Entwickeln!


 

Entwickeln

Machen Sie den Prozessor wie oben beschrieben startklar und stellen die Solltemperatur auf den im Kalibriervorgang gefundenen Wert. Setzen Sie die erforderlichen Lösungen nach Anweisung an. Mehrfach verwendbare Lösungen vom letzten Entwicklungsvorgang stellen Sie am besten vorher zum Anwärmen in eine Schüssel mit warmem Wasser. Die angesetzten Lösungen kommen in die Kunststoffflaschen des Prozessors und werden in die dafür vorgesehenen Öffnungen gesteckt, wo sie Prozeßtemperatur annehmen müssen. Inzwischen können Sie die Filme einspulen, die Entwicklungsdose lichtdicht verschließen und in den Prozessor zum Vorwärmen einsetzen. Die Drehzahl sollte auf die niedrigst mögliche Stufe geschaltet werden. Ungefähr eine Umdrehung in 2 Sekunden ist optimal. Nachdem der Entwickler die vorschriftsmäßige Temperatur erreicht hat, kann's losgehen.

Das Entwickeln eines Filmes gliedert sich in die nachfolgenden Arbeitsschritte, wobei die vorgegebenen Zeiten mit dem Start des Eingießens der Lösungen beginnen. Nach Ablauf der Zeit beginnt das Ausgießen. Unmittelbar danach wird die nächste Lösung eingefüllt. Hierbei müssen Sie sich nicht sonderlich beeilen außer beim Eingießen des Stoppbads, das die Entwicklung des Films durch die anhaftenden Reste des Entwicklers so schnell wie möglich stoppen soll. Bei einem Prozessor ohne Lift müssen Sie die Dose abkuppeln, auf den Tisch stellen, den Gummideckel abnehmen, den Inhalt ausgießen (über Trichter in eine bereitstehende Flasche), die neue Lösung einfüllen, den Deckel dicht sitzend aufsetzen und wieder ankuppeln. Mit Lift geht's einfacher: Den Hebel betätigen, und schon läuft der Inhalt über den Schlauch in die bereitgestellte Flasche. Dann den Hebel loslassen und die neue Lösung in die Öffnung des Lifts gießen - fertig!

Im Vergleich zum von Kodak vorgeschriebenen Prozeßablauf wurde ein Stoppbad zwischen Entwickeln und Bleichen eingefügt, um erstens den Entwicklungsprozeß sicher abzubrechen und zweitens die Verschleppung von Entwicklerlösung in das Bleichbad zu vermeiden. Denn einige Mililiter bleiben immer irgendwo hängen (auf dem Film selber, in den Filmspiralen und an der Dosenwand). Um die Verschleppung des Stoppbads in das Bleichbad zu vermeiden, wird kurz gewässert.

 

Vorgang Dauer Temperatur Anmerkung
Anwärmen Min. 2 min 37-39 °C Zur Angleichung der Dosentemperatur
Entwickeln 3 min 15 s 37,8 °C Gefundene Einfülltemperatur beachten!
Stoppbad ca. 30 s 24 bis 40 °C Empfehlenswert, aber bei Kodak nicht vorgesehen
Wässern ca. 30 s 24 bis 40 °C dto.; muß bei Verwendung von Stoppbad durchgeführt werden
Bleichen 6 min 30 s 24 bis 40 °C  
Wässern 3 min 15 s 24 bis 40 °C Zeit kann reduziert werden: Zuerst 30 s, dann Wasserwechsel und nochmal 30 s
Fixieren 6 min 30 s 24 bis 40 °C  
Schlußwässerung 3 min 15 s 24 bis 40 °C Zuerst 15 s, dann jeweils Wasserwechsel nach 30 s, nochmal 30 s, 1 min und nochmal 1 min; diese Zeiten dürfen bis auf insgesamt ca. 15 min ausgedehnt werden.
Stabilisierungsbad 1 min 30 s 24 bis 40 °C Sofern nicht im Filmtrockner getrocknet wird, Temperatur eher niedrig wählen, damit das Wasser abläuft anstatt zu verdunsten.


Das Stabilisierungsbad wird bei abgekuppelter Dose eingefüllt. Die Entwicklungsdose sollte aufrecht stehen und der Dosendeckel abgenommen sein. Im Vergleich zur liegenden Dose benötigen Sie ungefähr die doppelte Füllmenge.

Nach dem Baden des Films im Stabilisierungsbad, das auch Netzmittel zur Verminderung der Oberflächenspannung des Wassers enthält, wird der Film ohne weitere Wässerung zum Trocknen aufgehängt. Ob Sie hierfür einen Filmtrockner verwenden oder die Filme an einer Wäscheleine o.ä. aufhängen, ist für den Vorgang selber egal. Ich selbst trockne alle meine Filme im kühlen Keller an einem staubfreien, wenig frequentierten Ort. Hierbei hänge ich sie klatschnaß mit speziellen Filmklammern an eine Wäscheleine. Um Trockenflecken zu vermeiden, setze ich das Schlußbad mit entmineralisiertem Wasser an. Wenn der Film auch unten (dort trocknet er zuletzt) absolut klar ist und keine milchigen Stellen mehr hat, ist er trocken und kann in handliche Stücke geschnitten werden. Im Filmtrockner dauert das einige Minuten (geräte- und befüllungsabhängig), im kühlen Keller mehrere Stunden. Da ich meistens abends entwickle, haben die Filme die ganze Nacht zum Trocknen. Zur Archivierung verwende ich die üblichen Pergaminhüllen, die 7 Streifen mit 6 Aufnahmen fassen. Deshalb schneide ich sie in 6er-Streifen. Mit einer Schere ist das bei ruhiger Hand kein Problem. Sie können aber auch ein Diaschneidgerät verwenden. Schneiden Sie den Film einfach zwischen zwei Bildern möglichst mittig durch den hellen Streifen durch.


 

Füllmenge

Bei meinem Joboprozessor mit Lift habe ich mich lange Zeit gewundert, warum das Wasser im Prozessor schon nach nur wenigen Entwicklungsdurchgängen eine gelb-braune Färbung annahm. Die Farbquelle war leicht zu lokalisieren, nämlich das Bleichbad. Der Grund, warum mehr als nur ein paar Tropfen Bleichbad auslaufen, liegt darin begründet, daß die angegebene Mindestfüllmenge der Dosen zu hoch ist. Er liegt so hoch, daß aus einer waagerecht liegenden Dose Flüssigkeit herausläuft. Wegen der nicht 100%igen Wasserdichtheit des Kupplungsmechanismus' des Lifts läuft daher langsam der überschüssige Inhalt in das Mantelbad. Dies betrifft natürlich nicht nur das Bleichbad, das man an der Färbung leicht erkennen kann, sondern auch alle anderen Lösungen.

Da sicherlich die Dosen toleranzbehaftet sind, sollten Sie die Füllmenge experimentell ermitteln: Füllen Sie Ihre mit Filmspiralen bestückte Dose mit der empfohlenen Menge Wasser, kuppeln sie an den Lift und lassen sie mindestens eine Viertel Stunde unter Motorbetrieb laufen. Kuppeln Sie sie dann ganz vorsichtig durch Anheben an der Kupplungsstelle so ab, daß Sie kein Wasser verschütten. Entleeren Sie sodann die Dose vollständig (d.h. gut abtropfen lassen!) in ein Meßgefäß mit feiner abgestufter Skala und lesen Sie die Wassermenge ab. Sie erhalten auf diese Weise die maximale Füllmenge der Dose, bei der nichts mehr ausläuft. Diesen Wert sollten Sie in Zukunft möglichst genau einhalten, also weder über- noch unterschreiten. Deutliches Unterschreiten der Menge hätte zur Folge, daß möglicherweise die innerste Windung des aufgespulten Films nicht oder nur unzureichend entwickelt wird.

Umkehrentwicklung

Anstatt einen Farbnegativfilm im hierfür geeigneten Prozeß C41 zu entwickeln, können Sie ihn auch im Prozeß E6, entwickeln bzw. entwickeln lassen. Dieser wird normalerweise für die Entwicklung von Diafilmen verwendet. Das Resultat sind Negative, die an ein Dia mit einem vorgesetzten Farbfilter erinnern. Hiervon können Sie auf ganz normalem Wege Abzüge anfertigen. Sie erscheinen in Komplementärfarben und haben einen sehr hohen Kontrast. Bildmäßig sind sie kaum verwendbar. Wer aber experimentieren will, kann auf dieser Basis interessante, plakative Effekte erzielen.

Wenn Sie die Filme nicht selbst entwickeln wollen, können Sie sie in jedem kommerziellen Labor abgeben. Weisen Sie darauf hin, daß der Film nicht im Prozeß C41 sondern E6 entwickelt werden soll. Das wird wohl darauf hinauslaufen, daß die Filmpatrone flächendeckend mit einem Aufkleber o.ä. abgeklebt und mit der Aufschrift "E6" versehen wird. Übrigens ist es für den Prozeß E6 nicht schädlich, wenn ab und zu ein Film willentlich falsch entwickelt wird.

 


 

 


Vergrößerungen

Schwarzweiß
??????????????TEXT??????????????
Ein sehr wichtiger Punkt ist das Staubproblem. Die Filmbühne des Vergrößers muß deshalb absolut staubfrei sein. Das gleiche gilt auch für das zu vergrößernde Negativ. Falls dieses verschmiert ist oder Fingerabdrücke auf dem Negativ zu sehen sind, sollte es noch mal gewässert und getrocknet werden. Man sollte mit dem Negativ sehr vorsichtig umgehen, da es ja auch noch über einen längeren Zeitraum gelagert werden soll. Ist das Negativ bereit, kann es in den Vergrößerer gelegt und scharf gestellt werden. Hierbei sollte man das Objektiv des Vergrößeres voll aufblenden um sicher zu sein, daß die Scharfeinstellung gut ist. Nun das Objektiv des Vergrößeres soweit abblenden, daß die ersten feinen Details unsichtbar werden. Nach dem Belichten, sollte das Fotopapier sollte dabei so schnell wie möglich entwickelt werden.



Bildbearbeitung

Sandwichverfahren/Kompositverfahren

Das Sandwichverfahren eignet sich gut für Strichspurdarstellung von Kleinplaneten und Kometen. Dazu werden zwei zeitversetzt aufgenommene Negative etwas Verschoben übereinanderer gebracht und anschließend vergrößert. Eine weitere Möglichkeit dieses Verfahrens ist, das man lichtschwache Objekte hervorzuheben kann, dazu werden die Negative exakt übereinander gebracht und vergrößert. Vorteil: Das Korn wird auf der Aufnahme feiner.


Unscharfe Maske

Um das Objekt gut auf der Vergrößerung abzubilden, kann der Kontrastumfang des Negativs durch Umkopieren auf einen Kopierfilm gesteigert werden. Der Kopierfilm wird zum Positiv und kann entweder vergrößert werden oder durch nochmaliges Umkopieren wieder in ein Negativ gewandelt werden. Allerdings ist zu beachten, daß durch mehrmaliges Umkopieren schnell die Korngrenze erreicht wird, d.h. das Korn tritt deutlich hervor. Dadurch wird ein erneutes Umkopieren unmöglich.

Dreifarben-Kompositverfahren

??????????TEXT????????????????