In diesem Abschnitt soll näher auf die Techniken der Fokussierungs- und Nachführung
eingegangen werden.
Fokussierung
Allgemein kann man sagen, eine 100%ige Fokussierung ist das A und O in der
Astrophotographie, Deshalb ist es für jeden Astrophotographen wichtig, sich von Anfang an
Gedanken über die Fokussiermethode zu machen, wie z.B. Hartmann-Maske,
Vergrößerungslupe etc. Was man bevorzugt, muss jeder einzeln für sich allerdings selbst
herausfinden, d.h. es gibt einfache kein Allheilmittel auch wenn dies oft von den
Herstellern behauptet wird
SLR-Mattscheibe/Sucher
Vorweg gleich die Methode die nicht funktionieren kann, das direkte fokussieren über die
Mattscheibe/Sucher einer SLR. Da bedingt durch ihre Konstruktion, dass das Objektiv
um einige Millimeter verschoben werden kann, ohne dass sich das Bild auf der Mattscheibe
merklich ändert, Dazu kommt noch das sehr dunkle bzw. nicht sichtbare Abbild des Objekts
auf der Mattscheibe, d.h. ein scharfes Bild zu bekommen ist wie Lotto spielen.
Sucherlupe
Das einfachste (bezog. Handhabung) Hilfsmittel, ist eine Sucherlupe. Dabei wird einfach
die Vergrößerung des Suchers der Kamera um den Faktor 1,5-3,5x erhöht. Entscheidend bei
dieser Art der Fokussierung ist, dass die Kamera eine feinkörnige oder klare Mattscheibe
besitzt, andernfalls treten die gleichen Probleme auf wie beim direkten benutzen des
SLR-Suchers. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen optische Systeme z.B.
(SC, Newton) die eine gekrümmte Brennebene haben, auch das so genannte Shifting beim SC
ist ein großes Problem, welches man schwer in Griff bekommt. Bei den Reflektoren
kann man das Problem dadurch beheben, dass bei diesen Systemen etwas außerhalb der Mitte
fokussiert wird, bzw. das der Spiegel nicht bewegt wird, sonder über einen beweglichen
Okularauszug.
Messerschneidenmethode
Diese Art der Fokussierung ist etwas schwerer zu erlernen, ist aber die genaueste Methode
um das Teleskop zu fokussieren. Erklärung unter Test
von Geräten und Zubehör
Einige Hersteller bieten auch komplette Fokussierhilfen z.B. Sure-Sharp oder das MFFT an.
Dabei handelt es sich entweder um Messerschneidenansätze, oder um sog. Ronchi-Gitter.
Diese Ansätze werden meist mit Hilfe von T2-Ringen anstelle der Kamera an das Teleskop
angesetzt. (siehe" Test von Geräten und
Zubehör")
Hartmann Maske
Die Hartmann-Maske besteht aus einer Holz- Papp- oder Fiberglasplatte, in welcher
normalerweise zwei Löcher eingelassen sind. Sinn des ganzen ist, das man die beiden
Lichtpunkte exakt übereinander bringt (Objekt ist richtig fokussiert).
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Durch Versuche haben wir festgestellt, dass ein zusätzliches dreieckförmiges Loch die
Fokussierung vereinfacht. Dieses dritte Loch wird als eine Art Kontrollfeld genutzt,
welches den Benutzer über den Stand der Fokussierung informieren soll. Wenn man das Bild
über den Brennpunkt hinaus fokussiert, spring das Dreieck auf die entgegengesetzte Seite
des Brennpunktes, d.h. man hat über- oder unterfokussiert ja nach Stellung des Dreiecks.
Funktionsbeschreibung: Zuerst wird die Maske so am Objektiv angebracht, dass das
dreieckige Loch nach Norden (oben) zeigt. Die beiden runden Löcher stellen die Ost- bzw.
Westrichtung dar. Nun richtet man das Teleskop auf einen relativ hellen Stern aus. Die
Abbildung welche durch die Maske erzeugt wird, zeigt einem automatisch die Richtung, in
welche man die Fokussierung drehen müssen. Das Dreieck bewegt sich also nach Norden oder
Süden, je nachdem in welche Richtung man die Fokussierung drehen.
Zur Vereinfachung, nehmen wir an, dass sich das Dreieck im Norden in Richtung Fokus
bewegt. Das Dreieck im Süden, vom Fokus wegbewegt.
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On-Axis-Guider
Bei dieser Art von Guider wird ein Teil des einfallenden Lichtes über einen
Strahlenteiler zum Fadenkreuzokular umgelenkt. Nachteil, dieser Methode ist,
dass durch den Strahlenteiler das Licht derart Abgeschwächt wird, d.h. man muss
länger Belichten.
Nachführokular
Das Nachführokular ist für eine korrekte Nachführung unabdingbar, den kleinste
Abweichungen werden auf einem normalen Okular nicht sichtbar. Ein Nachführokular besteht
aus eine Glasplatte in welche ein Fadenkreuz eingeätzt wurde, welche durch eine LED
beleuchtet wird. Dadurch erscheinen nur das Kreuz erleuchtet, d.h. man kann damit
schwache Sterne nachzuführen. Zudem sind diese Okulare oft mit einer Pulsfunktion
ausgestattet, welche sich in Frequenz und Helligkeit ändern lassen, somit kann man auch
schwächste Sterne nachführen. Nicht verschwiegen sollen die unbeleuchteten
Nachführokulare, welche sich aber nur für sehr helle Sterne und Planeten einsetzen
lässt. Eine weiter Möglichkeit, wäre eine Hellfeldbeleuchtung (nur für Leitrohrbetrieb
geeignet), d.h. man beleuchtet das komplette Leitrohr mittels einer roten LED.
Fehlerquellen